Preisverleihung für Carlo Petrini in Wien

09 Aug 2006 | German

Am 6. September 2006 erhält Carlo Petrini, der Gründer der Slow Food Bewegung und Präsident von Slow Food International, den Trophée Gourmet A La Carte in der Wiener Hofburg. Der Preis wird direkt von den Chefredakteuren des Gourmetmagazins A La Carte einem internationalen Ehrengast zugesprochen. Dieses Jahr entschieden sie, dass die Gastronomie den erweiterten Begriff von Qualität, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit berücksichtigen muss, Prinzipien, für die Carlo Petrini durch Slow Food auf der ganzen Welt wirbt. Unter den früheren Gewinnern befanden sich Paul Bocuse, Angelo Gaja, Eckart Witzigmann und Luigi Veronelli.

Das 1988 gegründete Magazin verleiht seit 18 Jahren den Trophée Gourmet A La Carte, um außergewöhnliche, nationale Taten im Bereich Essen, Wein und Bewirtung zu ehren. Das Ereignis gilt als wahrhafte kulinarische „Oscar“ Preisverleihung: genau wie bei dem internationalen Vorbild nominieren die Chefredakteure drei Kandidaten für jede der sechs nationalen Kategorien, und eine österreichische Jury wählt den Gewinner aus. Der Umschlag mit den Namen der Gewinner wird abends während der Gala geöffnet.

Die Philosophie der Slow Food Bewegung hat sich seit ihrem Entstehen 1986 entwickelt. Anfänglich war es eine Gruppe von Önogastronomie-Begeisterten und heute ist es eine globale Bewegung, die für den Schutz der Biodiversität, der lokalen Essenstraditionen und für ein Konzept des Guten im sinnlichen und im umwelttechnischen Sinne für Lebensmittel arbeitet – für Lebensmittel , die gut, sauber und fair sind. Diese Konzepte leiten die Aktivitäten und Projekte von Slow Food und veranschaulichen sich in Terra Madre, dem weltweiten Treffen der Erzeugergemeinschaften.

Terra Madre findet vom 26.– 30. Oktober gleichzeitig mit dem Salone del Gusto, der internationalen Messe für handwerklich erzeugte Qualitätslebensmittel, in Turin statt. In diesem zweiten Veranstaltungsjahr bringt Terra Madre 1500 Erzeugergemeinschaften zusammen, die von 5000 Bauern, Brauern, Fischern und Erzeugern wie auch von 1000 Köchen und 400 Lehrern und Universitätsdozenten vertreten werden. Die Veranstaltung ist offen für Delegierte, geladene Gäste und Presse und bringt all jene zusammen, die im Lebensmittelbereich tätig sind. Ziel ist es, ein solides Netz zu schaffen, das die lokale, traditionelle und nachhaltige Produktion auf der ganzen Welt stärkt. Der Austausch von Wissen und Informationen, die Diskussion über und das Teilen von Problemen und die Suche nach Lösungen sind das erklärte Betätigungsfeld des internationalen Meetings.

Der Salone del Gusto und Terra Madre sind zwei miteinander verbundene aber dennoch gesonderte Events. Die Messe bietet hochwertige, traditionelle Erzeugnisse und das Meeting den Dialog zwischen normalerweise isolierten und nicht anerkannten Produktionswirklichkeiten. Beide stellen konkrete und positive Alternativen zu der Normierung dar, die unsere Biodiversität in Landwirtschaft und bei Lebensmitteln bedroht.

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