Slow Food Schweiz zu Gast bei Terra Madre Salone del Gusto in Italien

Eine Delegation von 50 Personen nimmt an der bedeutendsten internationalen Veranstaltung rund um Ernährungskultur und kulinarische Traditionen teil.

Von 20. bis 24. September 2018 findet in Turin zum 12. Mal Terra Madre Salone del Gusto statt, die von Slow Food in Zusammenarbeit mit der Region Piemont und der Stadt Turin organisierte Großveranstaltung. Dazu kommen über 5.000 Delegierte aus 140 Ländern, mehr als 800 Aussteller, 300 Slow Food Presidi und 500 Terra Madre-Lebensmittelgemeinschaften in Turin zusammen.

Zur Delegation von Slow Food Schweiz gehören Kleinbauern, Lebensmittelerzeuger, Köche, Akademiker, Aktivisten des Slow Food Youth Network (SFYN) und Studenten.

Auch Alexandre Fricker, Geschäftsführer von Slow Food Schweiz und Ratsmitglied von Slow Food International für die Schweiz, wird zu Terra Madre Salone del Gusto nach Turin reisen. Er sagt: „Ich bin sehr stolz, Teil des internationalen Slow Food-Netzwerks zu sein und mit dieser Delegation an Terra Madre Salone del Gusto 2018 teilzunehmen. Das Thema der Veranstaltung, die dieses Jahr zum 12. Mal stattfindet, ist Food for change. Ich bin sicher, dass der Austausch und Dialog mit Menschen aus unterschiedlichen Kultur- und Sprachräumen, die ganz andere Gewohnheiten haben, uns alle bereichert. So werden wir anschließend mit neuer Begeisterung nach Hause zurückkehren, um uns für eine bessere Zukunft unseres Planeten einzusetzen.”

Beim Internationalen Markt im Oval Lingotto wird Slow Food Schweiz mit einem eigenen Stand präsent sein, wo die Besucher Schweizer Spezialitäten probieren und erwerben können. Von den Schweizer Slow Food Presidi sind vertreten: Der traditionelle Emmentaler, der nach dem Emmental im Kanton Bern benannt ist, wo bereits im 12. Jahrhundert Milchprodukte hergestellt wurden; Farina Bóna, ein traditionelles geröstetes Maismehl, das im  Onsernone-Tal hergestellt wird; Das traditionelle Valais-Roggenbrot aus dem Kanton Valais; Furmagin Da Cion aus dem Puschlav-Tal, das aufgrund seiner Nähe zur italienischen Grenze einen starken italienischen Einfluss hat; der Alp-Sbrinz, eine der berühmtesten Käsesorten der Schweiz; und der Zincarlin da La Vall da Mücc, ein Rohmilchkäse, der auf der Schweizer Seite der Generoso-Berge im Kanton Tessin hergestellt wird. Hier finden Sie eine Liste der Aussteller.

Im Laufe der 5-tägigen Veranstaltung wird der Schweizer Pavillon Treffpunkt für Besucher und Delegierte des Netzwerks sein. Auf dem Programm stehen zahlreiche Veranstaltungen:

  • Echt Spitze: Ein einzigartiges Roggenbrot  – Jeden Tag um 14 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, Amadeo Arnold zu treffen, einen Bäcker aus dem Schweizer Dorf (1476 m ü.d.M.), und zuzusehen, wie er den Teig für sein traditionelles Roggenbrot zubereitet, das Traditionelle Valais-Roggenbrot, ein Slow Food Presidio. Er wird erklären, warum sein Sauerteig in einem Safe in Belgien liegt, woher das von ihm verwendete Getreide kommt und wie man gutes Brot lange aufbewahren kann. Am Ende der Veranstaltung kann man ein Brot probieren, das mehrere Monate lang gelagert wurde.
  • Treffen Sie Ihren Schweizer Schokoladenhersteller: Von der Bohne zur Tafel (20. um 18 Uhr; 21. Sept. um 15 Uhr)Laura Schälchli, Absolventin der UNISG, ist eine passionierte Schokoladenherstellerin, die auf die gesamte Produktionskette achtet: Von der Kakaopflanze, über die Arbeitsbedingungen der Hersteller, bis hin zu den anderen Zutaten. Sie erzählt, wie ihre Arbeit zu einer kleinen aber bedeutungsvollen Revolution der Schweizer Schokoladenindustrie beiträgt. Im Gepäck hat sie natürliche und geröstete Kakaobohnen und natürlich einige ihrer Schokoladen zum Probieren.
  • Eine Bohne kommt groß raus: Farina Bóna und Marchetti Gelato (21. um 13 Uhr; 22. Sept. um 17 Uhr; 22. Sept. um 18 Uhr; 23. Sept. um 15 Uhr) Ilario Garbani, Lebensmittelhersteller und Slow Food-Aktivist in der Schweiz, trifft Alberto Marchetti, handwerklich arbeitenden Eishersteller in Turin. Das Thema des Treffens ist: Farina Bóna, das 2008 das erste Slow Food Presidio-Produkt war, das Alberto für die Herstellung seiner so genannten Farina Bona-Eiscreme nutzte.
  • Emmental ist nicht Emmentaler: Geschichte eines Kampfes gegen Kulturdumping (21. um 11 Uhr; 22. Sept. um 13 Uhr; 23. Sept um 15 Uhr) – Käsehersteller Bernhard Meier produziert jeden Tag von Hand zwei Arten des echten Emmental(er)s: Hier verrät er, was seinen Käse so einzigartig macht. Die vertikale Verkostung von verschiedenen Reifegraden ermöglicht es den Besuchern, alle Unterschiede im Vergleich zu den herkömmlichen Emmentalern zu entdecken.
  • Plalocal: Eine Lösung für Fast Food, das gut, sauber und fair ist (24. um 12 Uhr; 24. Sept. um 15 Uhr) Jean-Yann Fuchs, Chefkoch des Schweizer Pavillons auf der Expo 2015 in Mailand, präsentiert hier eine neue Idee für Unternehmen, die Wert auf gutes, sauberes und faires Essen legen: Plalocal produziert und verkauft knackfrische Gerichte auf Basis von lokalen und saisonalen Zutaten in biologisch abbaubaren Verpackungen.

Neben dem Schweizer Stand im Markt-Pavillon sind die Delegierten des Schweizer Netzwerks bei folgenden beiden Terra Madre Foren vertreten:

Alexandre Fricker nimmt am Forum Kleinerzeuger und Großhändler teil (23. September um 13 Uhr – Torino Lingotto Fiere), bei dem die Delegierten darüber diskutieren, ob es möglich ist, eine lokale Produktion mit der Geschäftsdynamik des Großhandels zu vereinbaren. Positive Beispiele werden analysiert und ungelöste Fragen erörtert.

Christian Bärtsch präsentiert das Forum Schmetterlinge im Bauch: Innovative Rezepte und Insektenzucht-Start-Ups (23. September um 14 Uhr – Torino Lingotto Fiere). In einigen Teilen der Welt – insbesondere in Nordeuropa – gelten Rezepte mit Insekten als absolute kulinarische Innovation. Folglich entstehen auch Betriebe, die Insekten züchten – sowohl für den menschlichen Verzehr als auch als Tierfutter. Christian, Mitgründer und Geschäftsführer von Essento, wird den Besuchern mehr über dieses neue Geschäftsmodell erzählen und darüber informieren, wie essbare Insekten zu einer vielfältigeren, nachhaltigeren und gesünderen Ernährung beitragen können.

Die thematischen Foren von Terra Madre werden von den Delegierten des Netzwerks präsentiert und sind frei zugänglich, so lange Plätze vorhanden sind. Für eine vollständige und aktuelle Liste aller verfügbaren Veranstaltungen, bitte hier klicken.

Internationale Ratsmitglieder für die Schweiz

Josef Zisyadis – josef.zisyadis@slowfood.ch

Alexandre Fricker – alexandre.fricker@slowfood.ch

Terra Madre Salone del Gusto 2018 Pressebüro

Slow Food, +39 329 83 212 85 internationalpress@slowfood.it – Twitter: @SlowFoodPress

Region Piemont, +39 011 432 2549 – donatella.actis@regione.piemonte.it

Stadt Turin, +39 011 011 21976 – +39 342 1100131 – luca.pasquaretta@comune.torino.it

Um eine Presseakkreditierung zu beantragen, bitte hier klicken.

Terra Madre Salone del Gusto ist eine Veranstaltung, die von der Stadt Turin, Slow Food und der Region Piemont in Zusammenarbeit mit dem MIPAAF (Italienischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft) organisiert wird. Die Veranstaltung wird durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren ermöglicht, darunter die Offiziellen Partner, GLEvents-LingottoFiere, IREN, Lavazza, Lurisia, Parmigiano Reggiano, Pastificio Di Martino und Quality Beer Academy; mit Unterstützung der Compagnia di San Paolo, Fondazione CRT-Cassa di Risparmio di Torino, Associazione delle Fondazioni di Origine Bancaria del Piemonte, sowie Coldiretti; sowie der Unterstützung des IFAD, der Europäischen Union, der TCF-Stiftung und CIA (Confederazione Italiana Agricoltori).

Slow Food ist eine weltweite, mitgliedergestützte Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält. Zur Slow Food-Bewegung gehören über eine Million Aktivisten, Köche, Fachleute, junge Menschen, Bauern, Fischer und Akademiker in über 160 Ländern.

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