Slow Food schließt sich den Europäischen Aktionstagen für Good Food Good Farming an – Mit über 15 Veranstaltungen in ganz Europa

Zum zweiten Jahr in Folge schließt sich Slow Food Europa den Europäischen Aktionstagen für Good Food Good Farming an, die im Oktober in verschiedenen Ländern Europas stattfinden. 

Verschiedene Slow-Food-Netzwerke organisieren über 15 Veranstaltungen in west-, mittel- und nordeuropäischen Ländern, darunter Italien, Rumänien, Lettland, Frankreich, Tschechien, der Slowakei, Deutschland, Finnland und Kroatien. Die Bewegung Good Food Good Farming umfasst über 300 europäische Organisationen, die gemeinsam die Politik zur Einführung von Lebensmittel- und Landwirtschaftssystemen auffordern, die Kleinbauern und ländliche Lebensräume fördern, die Ressourcen Boden und Wasser schützen, sowie die Ökosysteme und die biologische Vielfalt erhalten. 

Vom Westen bis in den Osten, von Märkten der Erde bis zu Diskussionsrunden – im Oktober schließen sich Slow-Food-Gruppen aus ganz Europa wieder den Europäischen Aktionstagen für Good Food Good Farming an. Die Veranstaltungen von Slow Food beginnen am ersten Oktoberwochenende in Kroatien  mit  einem dreitägigen Event in der Region Istrien, bei dem Workshops und Debatten über nachhaltige Entwicklung und Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in Europa auf dem Programm stehen. Weiter geht es mit einer von den drei baltischen Staaten organisierten Sensibilisierungsaktion auf dem lokalen Markt der Erde in Straupe, Lettland, und anschließend der Veranstaltung von Slow Food Västnyland in Fiskars, Finnland, zu der 8000 Besucher erwartet werden und die ganz dem hohen Stellenwert von guten, sauberen und fairen Lebensmitteln gewidmet ist.

Später gibt es dann auch das grenzübergreifende „Eat-In” zwischen Deutschland und den Niederlanden, das vom Slow Food Youth Network organisiert wird, um die grenzübergreifende Dimension von EU-weiten Landwirtschafts- und Ernährungsthematiken zu symbolisieren. Außerdem stehen Diskussionen in der Slowakei und der Tschechischen Republik über nachhaltige Produktion mit Schwerpunkt auf kurzen Lieferketten auf dem Programm. In Frankreich werden ein Protest-Picknick und Diskussionen über Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Umwelt organisiert.  Auch in Italien wird es verschiedene Veranstaltungen geben.

„Wir freuen uns, mit einer Reihe von europaweiten Veranstaltungen, die sowohl die Vielfalt als auch die Einheit der Slow-Food-Bewegung repräsentieren, an den Europäischen Aktionstagen für Good Food Good Farming teilzunehmen. Dieses Jahr ist von grundlegender Bedeutung für Europa, da der Abschluss der GAP-Reform bevorsteht. Das wird die Zukunft der europäischen Landwirtschaft   prägen, bei der es aktuell so aussieht, als würde sie weiterhin intensive Landwirtschaft fördern. Wir sind der Meinung, dass es essentiell ist, den Bürgern eine Stimme zu geben und sicherzustellen, dass ihre Forderungen bei den EU-Politikern Gehör finden”, so Rachele Lodi, Mitglied des Internationalen Rates von Slow Food für Europa.

Während der Veranstaltungen im Oktober werden die Slow-Food-Gruppen zusammen mit anderen an der europaweiten Bewegung beteiligten Organisationen die Botschaften der Bürger für bessere Lebensmittel- und Landwirtschaftssysteme in Europa sammeln. Die Botschaften werden den Mitgliedern des Europäischen Parlaments in Form von Postkarten bei der Abschlusskundgebung von Good Food Good Farming in Straßburg übergeben, die am 22. Oktober vor dem Parlament stattfindet. Da das neue Europaparlament und die Länderregierungen vorrausichtlich grundlegende Entscheidungen über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) treffen werden, nutzt die Bewegung Good Food Good Farming diese Gelegenheit, um die unmissverständlichen Forderungen der Bürger nach dringenden Veränderungen am europäischen Landwirtschaftssystem vorzutragen, damit eine Versorgung mit gesunden, fair und nachhaltig produzierten Lebensmitteln garantiert werden kann.

Die Gap ist ein Bereich der Europapolitik, der Landwirtschaft und ländliche Entwicklung betrifft. Die aktuelle GAP macht fast 40% des EU-Haushalts aus und ist und bleibt die am stärksten integrierte Politik der EU. Die Bewegung Good Food Good Farming fordert eine faire, umweltfreundliche und gesunde GAP, die sowohl das Wohl der Menschen als auch das Wohl des Planeten berücksichtigt.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Yael Pantzer – y.pantzer@slowfood.it

Slow Food Pressebüro
Paola Nano – p.nano@slowfood.it
Indre Anskaityte i.anskaityte@slowfood.it

Slow Food ist ein weltweites Netzwerk lokaler Gemeinschaften und wurde 1989 gegründet, um das Verschwinden lokaler Ernährungstraditionen aufzuhalten und um Fast Food und Fast Life entgegenzuwirken. Seitdem ist Slow Food zu einer globalen Bewegung angewachsen, die über eine Million Menschen in über 160 Ländern umfasst und sich dafür einsetzt, dass alle Menschen Zugang zu gutem, sauberem und fairem Essen haben. Slow Food ist die Dachorganisation, die die gesamte Bewegung anführt.

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