Handwerkliche Erzeuger und Kämpfer für die Nachhaltigkeit: 120 Slow-Food-Vertreter aus Deutschland bei Terra Madre Salone del Gusto in Turin

Vom 22.-26. September 2016 findet wieder Terra Madre Salone del Gusto, die größte internationale Slow-Food-Veranstaltung, in Turin (Italien) statt. Die Veranstaltung steht dieses Jahr unter dem Motto „Loving the Earth“.

Alle zwei Jahre kommen dort neben Tausenden von Besuchern rund 5.000 Landwirte, Züchter, Imker, Fischer, Köche, Wissenschaftler, Autoren, Aktivisten, Gärtner und viele andere Akteure rund um unser Lebensmittelsystem aus über 160 Ländern zusammen. Sie alle repräsentieren das Terra-Madre-Netzwerk, der Teil des Slow-Food-Netzwerkes, der die Philosophie in die Praxis umsetzt und aus Lebensmittel- und Lerngemeinschaften besteht. Im Zentrum des Terra-Madre-Netzwerkes steht der Gedanke, den Austausch von Erfahrungen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Handlungsträgern zu fördern, denen der Wille gemeinsam ist, lokales Wirtschaften und enkeltaugliche Produktionsmethoden zu erhalten und zu fördern.

Die deutsche Terra-Madre Delegation 2016 ist größer denn je:

In Turin wird Deutschland mit rund 120 Delegierten vertreten sein. Unter den deutschen Vertretern sind handwerkliche Erzeuger und Erzeugerinnen, Kleinbauern, Züchter alter Tierrassen, Imker, Köche, traditionelle Bäcker, Unternehmer mit innovativen Ideen rund um die Lebensmittelproduktion und -vermarktung, Sozialunternehmer, Bildungsreferenten und vieles mehr. Sie alle leben die Slow-Food-Philosophie tagtäglich und leisten vorbildliche Arbeit auf landwirtschaftlichen Betrieben, erzeugen handwerkliche Produkte, sind Ideengeber interessanter Projekte, und sind innerhalb des Slow-Food-Netzwerkes engagiert.

Fast alle Bundesländer sind in der deutschen Delegation vertreten: Baden-Württemberg (12), Bayern (21), Berlin (28), Brandenburg (9), Hamburg (4), Hessen (5), Niedersachsen (7), Nordrhein-Westfalen (12), Rheinland-Pfalz (6), Saarland (1), Sachsen (6), Schleswig-Holstein (6).

Mit dabei in Turin ist dieses Jahr zum Beispiel der Züchter alter Tierrassen Dieter Kraft aus Baden-Württemberg, der sich mit Leib und Seele für die Erhaltung des Limpurger Rinds einsetzt; die Slow Food Youth Münster Aktivistin Teresa Hoffmann aus Nordrhein-Westfalen, die unter anderem das Film Food Festival in Münster mitorganisiert; der Stadtimker Johannes Weber, der in Berlin den gemeinnützigen Verein Stadtbienen e. V. gegründet hat; der junge Winzer vom Hirschhorner Weinkontor in Rheinland-Pfalz, Sebastian John; der Rohkost-Koch und Gastroberater Boris Lauser aus Berlin und die Gemüsegärtnerin Anna Fiebing aus der Slow-Food-Youth-Gruppe in Hamburg.

Einige Terra-Madre-Delegierte werden in unserer Porträtreihe ausführlicher beschrieben.

Die komplette Liste aller Terra-Madre-Delegierten finden Sie hier.

Die Liste der Terra-Madre-Lebensmittelgemeinschaften in Deutschland finden Sie hier.

Zusätzlich reisen einige handwerkliche Erzeuger aus Deutschland als Aussteller nach Turin:

1) Bliesgau Ölmühle aus Bliesransbach, Saarland. Kategorie: Öl

2) Die mobile Räucherei Hennigsdorf, Brandenburg. Kategorie: geräucherter Knoblauch

3) Kulmbacher Brauerei aus Kulmbach, Bayern. Kategorie: Bier

4) Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH), Baden-Württemberg. Kategorie: Fleisch- und Wurstwaren.

5) Bräunlinger Löwenbräu aus Bräunlingen, Baden-Württemberg. Kategorie: Bier

Wie jedes Mal bietet Terra Madre Salone del Gusto wieder eine Vielzahl an Konferenzen. Die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson, wird die Konferenz Another World Is Possible and Necessary (Eine andere Welt ist möglich und nötig) moderieren, bei der die vorherrschende Mentalität des unendlichen Wachstums kritisch hinterfragt wird. Es unterhalten sich drei Ökonomen aus Frankreich, den USA und Italien.

Debüt als Freiluftveranstaltung

Terra Madre Salone del Gusto ist dieses Jahr zum ersten Mal eine Freiluftveranstaltung. Zum ersten Mal verlässt die Veranstaltung die Lingotto-Messehallen und wird im Stadtzentrum von Turin abgehalten. Der internationale und italienische Erzeugermarkt wird im Parco del Valentino und einige der Konferenzen und Geschmackserlebnisse in den historischen Gebäuden Turins stattfinden. Das Rahmenprogramm besteht unter anderem aus 11 großen Konferenzen, 40 Terra-Madre-Foren, 98 Geschmackserlebnissen, 26 Kochschuleinheiten und 4 Verabredungen zum Essen.

Weitere Pressemitteilungen und Infos zur Presse-Akkreditierung gibt es hier: http://www.salonedelgusto.com/en/#press

Das komplette Rahmenprogramm finden Sie unter: http://www.salonedelgusto.com/en/.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Slow Food, +39 329 83 212 85, internationalpress@slowfood.it – Twitter: @SlowFoodPress

Region Piemont, +39 011 432 2549, donatella.actis@regione.piemonte.it

Stadt Turin, +39 011 442 3606, raffaela.gentile@comune.torino.it

Terra Madre Salone del Gusto wird dank der Hilfe von zahlreichen Einrichtungen ermöglicht, unter denen wir die Official Partner nennen: Lurisia, Pastificio di Martino, Radeberger Gruppe Italia, Lavazza, Sapori, Iren, Intesa San Paolo, Elpe; mit dem Beitrag des italienischen Verbands der selbständigen Landwirte Coldiretti. Die Förderer von Terra Madre Stiftung und Slow Food sind: Compagnia di San Paolo, Fondazione CRT-Cassa di Risparmio di Torino und Associazione delle Fondazioni di origine bancaria del Piemonte. Mit Unterstützung von IFAD, Europäischer Union und dem Italienischen Bauernverband CIA.

Slow Food ist eine internationale Organisation, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen gute Lebensmittel kennen und schätzen lernen können: gut für alle, die sich davon ernähren, die sie anbauen und für die Umwelt. Slow Food bezieht über eine Million Anhänger, Köche, Fachleute, Jugendliche, Erzeuger, Fischer und Akademiker in 160 Ländern ein. 100.000 Mitglieder sind in 1.500 lokalen Gruppen organisiert, die durch ihre Mitgliedschaft zur Finanzierung des Vereins beitragen und an den zahlreichen Events in den einzelnen Regionen teilnehmen. Zu den Mitgliedern kommen die 2400 Lebensmittelgemeinschaften von Terra Madre, die für eine nachhaltige Agrar- und Lebensmittelproduktion in kleinem Maßstab vertreten.

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