Slow Food startet Umfrage über die politischen Fördermaßnahmen zugunsten der kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe in Europa

23 Aug 2017

Letzte Woche hat Slow Food bei Tausenden von Kleinerzeugern seines Netzwerks und von Partnervereinen in 7 europäischen Ländern eine Online-Umfrage gestartet. Um eine ausreichende geografische Reichweite zu garantieren, wurde der Fragebogen nach Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Holland, Schweden und Rumänien verschickt. width=

Im Hinblick auf die bevorstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) richtet sich die Befragung an Landwirte und Weiterverarbeiter, die gute, saubere und faire Lebensmittel produzieren. Sie soll nicht nur die Meinung der Befragten über die bestehenden Maßnahmen einholen, die für ihre Tätigkeit relevant sind, sondern auch offenlegen, was konkret nötig ist, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Umfrage analysiert die kritischen Punkte, die sich negativ auf ihre Arbeit auswirken, auch wenn diese nicht direkt mit den Bestimmungen der GAP in Verbindung stehen. Beispielsweise die Hygienevorschriften, die zwar notwendig, für die Kleinerzeuger aber oft kompliziert und schwer umzusetzen sind.

Für die Datenverarbeitung arbeiten wir mit einer Agentur zusammen, die auf Meinungsumfragen spezialisiert ist.

Die Befragung gehört zu einer Reihe von Aktionen, mit denen Slow Food die Verabschiedung inklusiver und wirkungsvoller politischer Maßnahmen im Lebensmittelbereich fördern möchte, die nachhaltige Lebensmittelsysteme in Europa voranbringen sollen.

Slow Food hatte zusammen mit über 150 Organisationen der Zivilgesellschaft bereits im März vergangenen Jahres in der gemeinsamen Erklärung Good Food, Good Farming – Now die ersten Anregungen für die Zukunft der GAP geliefert. Um diesen partizipativen Prozess mit den europäischen Institutionen fortzusetzen, hat Slow Food an der Befragung der europäischen Kommission zur Modernisierung und Vereinfachung der GAP teilgenommen und die Schlüsselfaktoren für die 2020 bevorstehende Reform der GAP hervorgehoben. Zu diesem Anlass hat Slow Food vehement auf die Notwendigkeit hingewiesen, von einer Gemeinsamen Agrarpolitik auf eine Gemeinsame Lebensmittelpolitik umzustellen, damit das Lebensmittelsystem in Gänze Berücksichtigung findet. Lesen Sie hier die Antwort von Slow Food auf die Befragung der Kommission.

In diesem Zusammenhang stellt die Umfrage von Slow Food ein Mittel dar, um die Stimme der kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe zu den europäischen Institutionen zu bringen und ihnen die dringenden Erfordernisse der Erzeuger vor Augen zu führen, die bereits auf ein nachhaltigeres Lebensmittelsystem umgestellt haben, aber von der Politik nicht berücksichtigt oder sogar behindert werden, statt Anerkennung und Unterstützung zu erfahren.

Die ersten Ergebnisse der Befragung werden auf der Konferenz Von der GAP zu den Hygienevorschriften, Erfordernisse und Empfehlungen der Kleinerzeuger an die Europäische Union vorgestellt, die im Rahmen der internationalen Slow Food-Veranstaltung CHEESE (15.-18. September im italienischen Bra) stattfindet. Ende des Jahres wird ein Abschlussbericht verfügbar sein.

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