Slow Food präsentiert sein Projekt Slow-Food-Helden

31 Aug 2021

Das heute lancierte Projekt sammelt beispielhafte und erfolgreiche Praktiken und erzählt von Personen und Gemeinschaften, die entschieden haben, aktiv auf die Pandemie zu reagieren. Diese Geschichten können eine Inspirationsquelle werden und länderübergreifend als gute Beispiele  dienen.

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Trotz der Pandemie konnte man bereits im Frühstadium der globalen Ausbreitung des Coronavirus schöne Beispiele für Solidarität  beobachten. Wie schon so oft waren Privatpersonen noch vor den Institutionen bereit, Spenden für den medizinischen Bedarf auf den Weg zu bringen und den Menschen zu Hilfe zu kommen, die mit nie dagewesenen Problemen zu kämpfen hatten.  Die Corona-Krise war und ist ein großer Test für unsere Solidarität. Und wir können zufrieden sagen, diesen Test oft bestanden zu haben.

„Ernährung ist einmal mehr ein universelles Bedürfnis und ein wichtiger Weg, Verbundenheit zu zeigen. Köche, Lebensmittelerzeuger und –handwerker, einschließlich vieler Migranten und junger Menschen, haben im Bereich der Herstellung, Distribution und dem Konsum von Lebensmitteln neue Initiativen gestartet, um konstruktiv auf die Pandemie zu reagieren. Unser Projekt der Slow-Food-Helden soll virtuose Initiativen im Lebensmittelbereich  anregen und prämieren, die mit frischen Ideen auf die Notlage reagieren und so auch für andere Menschen eine Inspirationsquelle darstellen können“, kommentiert Marta Messa, Leiterin des Europabüros von Slow Food.

Im Laufe der Monate wurden viele Geschichten gesammelt, die ab sofort und bis Juni 2022 wöchentlich auf den digitalen Kanälen von Slow Food veröffentlicht werden.

Darunter die Geschichte des 35-jährigen Florent Piard, der in Pantin, einem an Paris angrenzenden Ort, wohnt. Er hat er im 10. Arrondissement zwei Restaurants eröffnet: Les Résistants und l’Avant-Poste. „Wir arbeiten direkt mit einem Netzwerk von 250 Erzeugern, Winzern und Lebensmittelhandwerkern zusammen. Als die Restaurants im März 2020 geschlossen wurden, riefen wir unser ganzes Netzwerk Woche für Woche auf, herauszufinden, wer sich in Schwierigkeiten befand. Wir standen in kontinuierlichem Kontakt mit gut Hundert

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Bauern, die besonders von der Krise betroffen waren. Wir überwachten täglich ihre Situation und machten uns bereit, ihnen bei Bedarf zur Hilfe zu kommen. Ein wichtiges Instrument, das wir entwickelt haben, um die Hilfsbedürftigen zu unterstützen, war  der Verkauf von Körben mit den Produkten der betreffenden Erzeuger, die zweimal wöchentlich verkauft wurden. Die Aktion hatte großen Erfolg und die Erzeuger konnten so bis zu 100% ihres Umsatzes beibehalten. Gleichzeitig arbeiten wir mit 4 Verbänden zusammen, die Obdachlose und Migranten unterstützen. Für sie bereiten wir durchschnittlich 400-500 Mahlzeiten pro Woche zu”, erklärt Florent.

Diese neuen oder bereits erprobten Initiativen im Lebensmittelbereich, die in ganz Europa durchgeführt werden, stärken den Sinn für Solidarität in Krisenzeiten und bieten Hoffnung für die Zukunft. Sie zeigen neue Wege, die Krise zu bekämpfen, den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaften zu stärken und eine gemeinschaftsorientierte Gesellschaft aufzubauen.

Denn die Coronakrise ist nicht nur eine Zeit des Widerstands, sondern bietet auch die Chance, den Wandel zu kultivieren: Das Projekt der Slow-Food-Helden soll unsere Sicht auf das Lebensmittelsystem verändern und einen kulturellen Wandel anregen, indem es den lokalen Gemeinschaften eine richtungsweisende Rolle bei der Umstellung des globalen Lebensmittelsystems zuweist, damit die Menschen und der Planet Erde wieder im Mittelpunkt stehen.

„Was wir bis jetzt erlebt haben, sollte uns daran erinnern, dass es nichts bringt, zu verzweifeln und sich aus lauter Angst vor der Krise zu verkriechen. Es ist vielmehr Zeit, uns noch mehr anzustrengen und unseren Einsatz für die Philosophie von Slow Food zu verstärken, um dieses System zu ändern, das uns das ganze Schlamassel beschert hat. Uns zusammenzutun und in Zeiten wie diesen als Netzwerk zusammenzuhalten, ist der einzige Weg, die Krise zu überwinden und weiter für unseren Planeten und alle Lebewesen zu kämpfen, die unser Leben hier möglich machen”, schließt Edie Mukiibi, Vizepräsident von Slow Food.

Wir sind neugierig auf Ihre Geschichte! Sie können sie einsenden unter

Das Projekt wird finanziert von der Europäischen Kulturstiftung mit Unterstützung der Stiftung CRC.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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