Kostproben biologischer Vielfalt

09 Apr 2015

Fdigustazioneür Slow Food ist die persönliche Erfahrung von Anfang an die natürliche Vollendung der Theorie. Wir könnten stundenlang über Landwirtschaftssysteme, standardisierte Nahrungsmittel oder die Vorteile der biologischen Vielfalt diskutieren. Doch der wirkungsvollste und überraschendste Weg, bei dem wir uns mit Freude die Bedeutung dieses Begriffs zu Eigen machen, ist das Probieren. Deswegen widmet sich ein Teil des Slow-Food-Bereichs auf der Expo 2015 der Entdeckung der verschiedenen Rohmilchkäsesorten und Weine.

Warum haben wir uns für Käse entschieden? Weil Käse, mehr als alle anderen Nahrungsmittel, das perfekte Beispiel für das Wesen (tierischer und pflanzlicher) biologischer Vielfalt in Nahrungsmitteln ist. Alle Besucher des Bereichs Slow Cheese werden sehen, dass für die Herstellung von Käse nur drei Inhaltsstoffe notwendig sind: Milch, Lab und Salz. Und doch ist diese Einfachheit der Ursprung für eine außergewöhnliche Vielfalt, für Tausende unterschiedliche, wunderbare Geschmacksrichtungen. Wie kann es sein, dass diese drei Zutaten die Basis für die über 2000 weltweit existierenden traditionellen Käsesorten sind? Weil Milch, Lab und Salz gänzlich unterschiedlicher Art sein können, weil sie aus den verschiedensten Regionen und von unterschiedlichen Weiden stammen, weil die Milch von unterschiedlichen Rassen stammt, weil die Tiere unterschiedlich ernährt werden, aufgrund unterschiedlicher Produktionstechniken, der Arbeit der Hirten und der Käsemeister. Rohmilchkäse unterscheiden sich immer voneinander und sind immer sehr eng mit ihrer Herkunftsregion verbunden. Sie sind der totale Gegensatz zu den industrialisierten, pasteurisierten Käsesorten, die aus selektionierten Fermenten, Zusatz- und Konservierungsstoffen produziert werden: standardisierte, gesichtslose Käsesorten, die auf der ganzen Welt auf immer gleiche Art und Weise herstellbar sind. Ohne Wurzeln, ohne Geschichte, ohne Emotionen, und nicht selten ohne Geschmack.

Jede Woche können die Besucher im Slow-Food-Bereich auf der Expo abwechselnd eine Auswahl von vier verschiedenen Käsesorten probieren: einen großen, weltweit bekannten italienischen Käse (Parmigiano Reggiano, Bitto, Fontina aus dem Aosta-Tal, Büffelmozzarella aus Kampanien, Asiago, sizilianischer Pecorino…), zwei regionale Käse (vorrangig Slow Food Presidi wie Bagòss di Bagolino, Provola dei Nebrodi) und einen europäischen Käse. Die vier Käsesorten werden in einer runden Holzschachtel angeboten, die die Besucher als Andenken mit nach Hause nehmen können. Während des sechsmonatigen Events werden also gut 86 verschiedene Käsesorten verkostet.

Neben dem Slow-Cheese-Bereich bietet die Vinothek von Slow Wine einen faszinierenden Überblick über die Geschichte der italienischen Weine, Rebsorten und Winzer. Auch im Weinbau gibt es eine außerordentliche biologische Vielfalt. Allein in Italien gibt es über 600 Rebsorten, aus denen noch heute jeweils mindestens ein Wein hergestellt wird: vom Nebbiolo zum Sangiovese, vom Perricone zum Fiano. Die Weine in unserer Vinothek werden von der Weinbank Banca del Vino in Pollenzo ausgewählt und bieten Ihnen, mit einer Auswahl von mindestens 200 abwechselnd zur Verfügung stehenden Weinen, den konkreten Beweis für die Weinvielfalt Italiens.

Der Zutritt zum Bereich-Slow-Cheese und zur Slow-Wine-Vinothek ist frei und kostenlos.

Die Verkostungen sind jeweils kostenpflichtig:

8 Euro für die Verkostung von Milch und der wöchentlichen Käseauswahl.

10 Euro für die Verkostung von Milch und der wöchentlichen Käseauswahl mit einem Glas Wein.

Die Tickets erhalten Sie direkt im Slow-Food-Bereich auf der Expo.

 

Der im Slow-Food-Bereich generierte Gewinn kommt dem Projekt 10.000 Gärten in Afrika zugute (https://www.fondazioneslowfood.it/pagine/ita/orti/cerca.lasso?-id_pg=265).

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