Slow Food fordert EU-Mitgliedstaaten auf, einen Standpunkt gegen Glyphosat einzunehmen

24 Jul 2017

Am 20. Juli 2017 hat die Kommission erneut Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über eine mögliche Erneuerung der Lizenz für die Nutzung von Glyphosat um weitere 10 Jahre begonnen. Die Kommission wird die Unterstützung einer qualifizierten Mehrheit der Mitgliedstaaten anstreben und die EU-Regierungen nach dem Sommer über den Vorschlag abstimmen lassen. Auf der Grundlage des Ergebnisses wird die Kommission eine abschließende Entscheidung noch vor Ende des Jahres treffen, da dann die aktuelle EU-Glyphosat-Lizenz abläuft.

 width=Im Gegensatz dazu fordert Slow Food die EU-Mitgliedstaaten auf, gegen die Erneuerung der von der Europäischen Kommission empfohlenen Glyphosat-Lizenz zu stimmen. Es ist wichtig, dass die Kommission keine qualifizierte Mehrheit erhält.

Der EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erinnerte vor Kurzem an die Aussage der beiden EU-Agenturen ECHA und EFSA, dass “es keine Grundlage gebe, Glyphosat als krebserzeugend zu klassifizieren.”

Es sollte jedoch betont werden, dass das Internationale Krebsforschungszentrum der Weltgesundheitsorganisation (IARC) Glyphosat als “wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen” eingestuft hat und die führende französische Zeitung Le Monde eine Reihe von investigativen Berichten über Monsanto veröffentlicht, welche detailliert aufzeigen, wie das Unternehmen systematisch versucht jede Organisation zu diskreditieren, einzuschüchtern oder zum Schweigen zu bringen, die versucht, abweichende Ergebnisse über die gesundheitlichen Gefahren von Glyphosat aufzuzeigen, einschließlich des Internationalen Krebsforschungszentrums.

Darüber hinaus haben sich über 1.300.000 EU-Bürger für ein Verbot von Glyphosat ausgesprochen. Am 3. Juli hat die Kampagne Glyphosat stoppen offiziell 1.320.517 Unterschriften bei den 28 nationalen Behörden innerhalb der EU eingereicht, ein klares Signal der öffentlichen Meinung innerhalb der EU.

Slow Food fordert die Europäische Kommission auf, den Forderungen der EU-Bürger nachzukommen. Die Ankündigung des Vorschlags für eine zehnjährige Erneuerung der Glyphosat-Zulassung kann nicht hingenommen werden. Die EU-Bürgerinnen und Bürger verlangen im Namen der Demokratie und des Schutzes des öffentlichen Interesses gehört zu werden, denn die Gesundheit und Umwelt können nicht den Interessen von multinationalen Chemiekonzernen in der Landwirtschaft untergeordnet werden.

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