Ein Rezept für den Meatless Monday – Wirsing-Risotto

22 Jan 2020

Die Herausforderung, die uns die Kampagne Meat the Change stellt, ist: Weniger Fleisch essen, dafür besseres. Und uns vergewissern, dass es von extensiven und möglichst nachhaltigen Betrieben stammt. Diese Botschaft nimmt auch die Initiative Meatless Monday auf, die vorschlägt, jede Woche mit einem fleischfreien Montag zu beginnen.

Es besteht eine positive Korrelation zwischen weniger Fleischkonsum und besserem Fleischkonsum. Wir glauben, dass die extensiven Zuchtbetriebe, die auf das Wohlergehen der Tiere achten, positive Effekte für alle haben – für Tiere, Menschen und die Umwelt. Eine Reduzierung des Fleischkonsums ist in jedem Fall unausweichlich: Wir müssen uns von der Gewohnheit verabschieden, zu jeder Mahlzeit Fleisch zu essen. Wenn wir das erreichen, gewinnen wir auch in punkto Geschmack und Gesundheit, man denke nur an unsere gastronomischen Traditionen.

In der italienischen Küche gibt es beispielsweise zahlreiche vegetarische oder vegane Gerichte und durch die Vielfalt an Hülsenfrüchten, die reich an pflanzlichen Proteinen sind, wird sie trotzdem nicht langweilig. Einige Beispiele? Der Kichererbsenfladen Cecina oder Farinata, der im unteren Piemont, in Ligurien, in der Toskana und im Norden Sardiniens verbreitet ist, oder die Ribollita, eine Suppe aus unterschiedlichsten Gemüsesorten, die süße Traubenmost-Paparotta aus Kampanien oder die  Hülsenfrüchtesuppe Millecosedde aus Kalabrien.

 width=Meatless Monday weltweit

Dank der Zusammenarbeit von Slow Food Great Cina und dem Good Food Fund – einer Organisation, die sich in China für nachhaltige Ernährung einsetzt – kommt der Meatless Monday jetzt auch nach China. Zu Silvester, das das Jahr der Ratte eingeleitet hat, begann ein Kochwettbewerb mit Zutaten, von denen mindestens ein Dutzend Gemüsesorten aus der Arche des Geschmacks stammten.
China stellt mit seiner riesigen Bevölkerung, seinem Wachstumstrend und der Zunahme des industriellen Fleischkonsums eine der wichtigsten Fronten für die Kampagne Meat the Change dar. Unter Verwendung des vom Johns Hopkins‘ Center for a Livable Future (Johns Hopkins Zentrum für eine lebenswerte Zukunft) entwickelten Klimarechners haben wir das Einsparpotenzial in punkto Umweltauswirkungen untersucht, das  sich umsetzen ließe, wenn die chinesischen Konsumenten einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würden. Der Kochwettbewerb fand in der Stadt Xinzhuang im Bezirk Changpin statt, der 1.098.000 Einwohner zählt. Wenn jeder Einwohner des Bezirks das ganze Jahr 2020 über am Meatless Monday teilnehmen würde, wäre das Ergebnis eine CO2 –Reduzierung von 75.432.600 kg.

Das entspricht dem Emissionen, die bei 405.610.492 Passagierflugmeilen entstehen. Mit anderen Worten: Montags kein Fleisch zu essen, wäre wie eine Verringerung der CO2 –Emissionen von 29.632 Flugreisen zwischen Peking und New York (Hin- und Rückflug)!

Aber es ist nicht leicht, etwas zu ändern, stimmt‘s? Wir denken immer, dass wir zu wenig Zeit zum Kochen haben, oder zu wenig Ressourcen, und am Ende geht das zu Lasten unserer Ernährung. Aber genau deshalb sind diese alltäglichen Probleme doch die besten Gründe, beim Meatless Monday mitzumachen. So können wir uns auf die traditionellen Rezepte rückbesinnen, die auf Gemüse basieren. Jede Kultur hat ihre typischen vegetarischen Gerichte: von den Moros y Christianos (schwarzen Bohnen und Reis) mit grünen Bananen im mexikanischen Veracruz bis hin zu den sizilianischen Spaghetti ‚ca muddica (Spaghetti mit Brotkrumen). width=

Das Rezept der Woche für den Meatless Monday

Dieses Rezept für Wirsing-Risotto stammt aus dem norditalienischen Piemont und wird hauptsächlich in der Gegend um Vercelli zubereitet. Es eignet sich perfekt für einen fleischfreien Montag.
Posten Sie Ihre Gerichte online mit den Hashtags #MeatlessMonday und #MeattheChange. Teilen Sie die Rezepte Ihrer Region mit uns, damit wir sie über die Social-Media-Kanäle von Slow Food verbreiten können. Wenn sie dazu noch Zutaten der Arche des Geschmacks enthalten – umso besser!

Wirsing-Risotto

4 Portionen

Reis ist eine kostengünstige Zutat, auch wenn es sich um eine Sorte der Arche des Geschmacks handelt. Beim Risotto nimmt jedes Reiskorn (wie beim Arborio-Reis) weniger Flüssigkeit auf, wodurch der Risotto schön cremig wird. Eine Reissorte, die dem Arborio ähnelt und zur Arche des Geschmacks gehört, ist der Riesenreis aus Vercelli, der sich sehr gut für die Zubereitung von Risotti eignet.

Zutaten:

60 g Butter
eine mittelgroße gelbe Zwiebel, gehackt
2 Salbeiblätter
200 g Reis
350 g Wirsing, geputzt und in feine Streifen geschnitten
1 Glas Weißwein (oder alternativ ein Glas Brühe)
2 l heiße Gemüsebrühe
80 g geriebener Parmigiano Reggiano

Zubereitung:

  • Die Butter in einer großen Pfanne auf mittlerer Flamme erhitzen. Zwiebel und Salbei hinzufügen und einige Minuten lang sanft anbraten.
  • Reis hinzugeben und einige Minuten lang anrösten. Dann den Wirsing hinzufügen und mit Weißwein ablöschen. 5 Minuten lang köcheln lassen, bis der Wein verdunstet ist.
  • Nach und nach mit Brühe aufgießen, bei mittlerer bis geringer Temperatur unter ständigem Umrühren köcheln lassen.
  • Den Reis zirka 15 Minuten kochen, bis er gar ist.
  • Den Reis vom Herd nehmen und den Parmesan unterrühren. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

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