Beim Treffen des Slow Food Youth Network in Deutschland geht es um die Herausforderungen für Europas Lebensmittelsystem

10 Sep 2019

 width=Von 29. August bis 2. September kommen Vertreter des europäischen Slow Food Youth Network (SFYN) in Bayern zusammen, um gemeinsame politische Aktionen  auf EU-Ebene zu planen und konkrete Maßnahmen zu einer nachhaltigeren Zukunft und einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem zu skizzieren. Es ist das bisher größte Treffen des europäischen Jugendnetzwerks.

Im Rahme einer Reihe von Workshops und angeregten Diskussionen beschäftigen sich 60 junge Menschen zwischen16 und 35 Jahren mit den Herausforderungen, vor denen unser Lebensmittelsystem heute steht. Die Aktivistinnen und Aktivisten des SFYN, die sich sowohl privat als auch beruflich die Prinzipien von guten, sauberen und fairen Lebensmitteln auf die Fahne geschrieben haben, reisen aus  16 verschiedenen europäischen Ländern zu dem Treffen an: Albanien, Armenien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Mazedonien, Portugal, Rumänien, Russland, der Slowakei, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden.

„Wir haben uns große Ziele gesteckt: Wir wollen Klimawandel und Lebensmittelverschwendung bekämpfen, den Verlust der Biodiversität aufhalten, und versuchen, unser Lebensmittelsystem positiv zu verändern. Wir vom SFYN sind der Überzeugung, dass eine aktive Mitgliederbasis große Veränderungen bewirken kann.  Ein Treffen wie dieses stellt eine unglaubliche Energiequelle dar, die uns daran erinnert, wie viele wir sind und dass wir mit vereinten Kräften die Welt verändern können”, so Valentina Gritti, weltweite Koordinatorin des SFYN.

Die Diskussionen des SFYN konzentrieren sich darauf, wie man in Europa ein nachhaltiges System zur Lebensmittelherstellung besser fördern kann und wie wir uns im Alltag umweltfreundlicher verhalten und besser Ressourcen und Spezies erhalten können.

Yael Pantzer vom Slow-Food-Europabüro wird eine der Referentinnen bei dem Treffen sein. Sie wird über die Bedeutung der europäischen Politik für unser alltägliches Leben sprechen und erklären, welche Rolle Slow Food im politischen Diskurs rund um Lebensmittel und Landwirtschaft auf EU-Ebene spielt.

„Da die EU-Institutionen kontinuierlich an Gesetzen zu Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit, Tier- und Umweltschutz arbeiten, müssen Aktivisten einfach wissen, welche Wege es gibt, die politischen Entscheidungsprozesse zu beeinflussen und auch auf höchster Ebene  ihre Meinung zu äußern.  In unserem Europabüro in Brüssel arbeiten wir Tag für Tag daran, sicherzustellen, dass die Stimme von Slow Food bei den Entscheidungsträgern der EU Gehör findet. Sei es durch Briefe, Treffen, Veranstaltungen oder Protestaktionen.”

Das Treffen des SFYN in Deutschland bietet eine gute Gelegenheit, junge Aktivistinnen und Aktivisten in die Organisation gemeinsamer politischer Aktionen einzubeziehen  – wie die Europäischen Aktionstage für Good Food Good Farming. Im Oktober fordert  Slow Food Europa zum zweiten Jahr in Folge gemeinsam mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft in ganz Europa die Politik auf, ein besseres Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem aufzubauen. Das SFYN wird auch an dieser europaweiten Veranstaltung teilnehmen.

Das Treffen des SFYN  wird auf dem Ökobauernhof Herrmannsdorfer Landwerkstätten stattfinden. Auf dem Programm stehen praktische Workshops, wie eine Wanderung zum Sammeln wilder Kräuter,  Kochkurse zur Herstellung von Nudeln, Teigtaschen, Brezeln und Butter, sowie Besuche von Agrarbetrieben.

Indre Anskaityte, Slow Food Europa
Sharon Sheets, Slow Food Deutschland

 

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