Slow Food Slow Food Donate Slow Food Join Us
 
 

Ressourcen   |   Aktuelles   |   Pressebereich

|

English - Français - Italiano - Español - Deutsch
 
 

Suche

   
   
 
 
 
 
Slow Fish - Good, Clean and Fair Fish
 
 

Zucht und Atlantischer Wildlachs


Wissenschaftlicher Name 

 

Salmo salar

 

Handelsbezeichnungen

 

Atlantischer Lachs, Zuchtlachs, Sake (bei Zubereitung in Form von Sushi)

 

Probleme...

 

Von einem Luxusprodukt, das für bedeutende Anlässe wie Weihnachten und Sylvester vorbehalten war, ist der Lachs nach und nach zu einem Produkt geworden, der in allen Jahreszeiten in großen Mengen und zu erschwinglichen Preisen (für das Budget einer durchschnittlichen westlichen Familie) in jedem Supermarkt erhältlich ist. Diese Verfügbarkeit darf uns aber nicht täuschen: Lachs ist alles andere als ein nachhaltiger Fisch.

 

...von wildem Atlantischem Lachs

 

Bestände 

 

Die Bestände von wildem Atlantischem Lachs sind längst auf ein gefährlich niedriges Niveau gesunken. Dafür gibt es vielfältige Ursachen: Überfischung, Umweltverschmutzung, Umweltveränderungen, Aquakultur, die Verschlechterung der Lebensräume und die Störungen ihrer Wanderwege. Die Bestände von Wildlachs im Atlantik, Nordamerika und Europa ebenso wie in der Ostsee wurden seit dem 19. Jahrhundert zu stark ausgebeutet, und in der Tat ist die Spezies in zahlreichen Regionen verschwunden.

 

...von Zuchtlachs 

 

Folgen für die Umwelt 

 

Auch wenn die Bestände von wildem Atlantischem Lachs praktisch erschöpft sind, stellt die Zucht eine mangelhafte Alternative dar, wenn man bedenkt, welche Konsequenzen sie für die Umwelt hat.

Um die Marktnachfrage zu befriedigen, wurde die Aquakultur in den letzten zehn Jahren um über 400% gesteigert. Die meisten Lachse werden in Käfigen oder Netzgehegen an der Küste gehalten, wo die Fische sich mit Prädatoren wie Seehunden oder Meeresvögeln auseinandersetzen müssen, die versuchen, durch die Netze zu gelangen. In der Folge entfliehen viele Lachse aus den Gehegen. Die Flüchtlinge bedrohen die wilden Exemplare, indem sie die Konkurrenz um Nahrung und Laichgebiete erhöhen. Die Fischfarmen leiten überschüssiges Futter, eine Masse an Exkrementen, sehr oft auch Pestizide und Antibiotika direkt in die Ozeane und verschmutzen das Wasser. Parasiten und Krankheiten der Zuchtlachse können sich auf die Wildexemplare übertragen und so die Populationen gefährden. Außerdem bedeutet die enorme Menge an wildem Fisch, die als Futter für die Zuchtlachse notwendig sind (man braucht zwischen 2,5 kg und 5 kg Wildfisch, um 1 kg Zuchtlachs zu produzieren), dass die Aquakultur mehr Fisch verbraucht, als sie hervorbringt – ein Faktor, der den Druck auf die frei lebenden Arten noch erhöht.

 

Gesundheit 

 

Obwohl Lachs häufig als eine der besten tierischen Quellen für Omega-3-Fettsäuren empfohlen wird, sollte er nicht oft gegessen werden: er enthält nämlich Schadstoffe in Mengen, die nicht zu vernachlässigen sind. Außerdem können die Spuren von Desinfektionsmitteln und Antibiotika, die in den Farmen eingesetzt werden, sich auf die Gesundheit der Verbraucher auswirken oder mit medizinischen Therapien interferieren.

 

Empfehlungen und Alternativen

 

Essen Sie keinen wilden Atlantischen Lachs und keinen Zuchtlachs (mit Ausnahme von biologischem Zuchtlachs). Das Aquarium Monterey Bay (Kalifornien, USA) empfiehlt zum Beispiel Wildlachs aus Alaska. Lesen Sie die Online-Führer, um nachhaltige Alternativen in Ihrer Region zu finden.

 

Quellen

 

Monterey Bay Aquarium

Seaweb 

Farmed and Dangerous

 

 

 

 


|
  Zucht und Atlantischer Wildlachs  
Slow Fish | Partners Lighthouse Foundation.Fondation Slow Food pour la Biodiversité
 
 
 

Slow Food - P.IVA 91008360041 - All rights reserved

Powered by Blulab