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Roter Thun


Wissenschaftliche Namen

 

Der Name Roter Thun kann sich auf verschiedene Arten beziehen, so den Großen bzw. Nordatlantischen oder auch Blauflossen-Thun (Thunnus thynnus), den Nordpazifischen Blauflossen-Thun (Thunnus orientalis) und den Südlichen Blauflossen-Thun (Thunnus maccoyii).

 

Handelsbezeichnungen

 

Kuromaguro, Atun de aleta azul, Hon Maguro, Toro (das Bauchfleisch)

 

Probleme

 

Bestand

 

Der Rote Thun wird schneller gefischt, als er sich reproduzieren kann, und die Bestände dieser Art sind so niedrig wie noch nie. Der intensive Fang in den siebziger und achtziger Jahren hat schwere Schäden verursacht. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat den Nordatlantischen Thun auf die schwarze Liste der schwer vom Aussterben bedrohten Arten gesetzt. Die internationalen Eingriffe waren unwirksam und haben nicht zur Regeneration der Bestände geführt.

 

Roter Thun ist extrem beliebt auf dem Markt für Sashimi, und sein Fang ist sehr einträglich. Der größte Teil des weltweiten Fangs geht nach Japan, wo ein einzelner Fisch auch für 100.000 $ verkauft wird – mit diesem Preis ist er eins der teuersten Lebensmittel der Welt.

 

Alle Arten des Roten Thuns wachsen sehr langsam und erreichen die Geschlechtsreife spät. Oft werden sie gefangen, bevor sie sich reproduziert haben. Der intensive Fang der jüngeren Exemplare erregt große Sorge, weil so die Regeneration der Bestände verhindert wird. Der Marktwert und dazu die Tendenz einiger Arten, sich in bestimmten Gebieten zu versammeln, um zu laichen, macht den Roten Thun sehr anfällig für die Fischerei, sei sie nun kommerziell oder illegal (Piratenfischerei des Roten Thuns ist endemisch). Die derzeitige Intensität des Fangs ist nicht tragbar. Bis heute hat sich gezeigt, dass die Institutionen, die mit dem Schutz dieser Art beauftragt sind (insbesondere die Internationale Kommission zum Schutz des Atlantischen Thunfischs – ICCAT), eher ein Ohr für die Sirenengesänge der Profitlobbys als für die Appelle der Wissenschaftler haben. Der Spitzname für die ICCAT macht das deutlich: Internationale Konspiration für den Fang aller Atlantischen Thunfische…

 

Die Unterzeichnerregierungen des Artenschutzabkommens (CITES) lehnten im März 2010 den Vorschlag von Monaco, der von der EU unterstützt wurde, ab, den internationalen Handel mit Atlantischem Thun zu verbieten, um der Art Zeit zu geben, sich zu reproduzieren.

 

Fangmethoden

 

Für den Fang wilder Thunfische werden viele verschiedene Methoden genutzt, zum Beispiel das Zugnetz bzw. Ringwade oder häufiger die Langleine. Beim Fang mit der Ringwade (der darin besteht, einen Fischschwarm mit einem großen Netz zu umfangen und die beiden Enden so zu verbinden, dass die Fische nicht mehr entkommen können) wird der zufällige Beifang nicht berücksichtigt. Die Langleine besteht aus einer Hauptleine (Grund- oder Mutterleine), an der kürzere Nebenleinen befestigt sind, an denen sich wiederum die Köderhaken befinden. Beifang ist ein großes Problem bei der Langleinenfischerei, denn er betrifft häufig bedrohte oder gefährdete Arten wie Haie, Schildkröten und Meeresvögel.

 

Position in der Nahrungskette

 

Zahlreiche wissenschaftliche Quellen weisen darauf hin, dass die starke Verringerung des Roten Thuns im Mittelmeer einer der Faktoren ist – zusammen mit der Erhöhung der Wassertemperatur –, der zur starken Ausbreitung der Quallen beiträgt, denn der Rote Thun ist einer ihrer Hauptprädatoren.

 

Zucht 

 

Für die Zucht werden junge Exemplare gefangen, um sie dann in eingezäunten Gebieten aufwachsen zu lassen. Aquakultur verringert den Druck auf die wilden Populationen nicht, auch weil zur Fütterung des Zuchtthuns große Mengen an Fisch nötig sind, womit die Erhaltung dieser Futterfischarten gefährdet ist. Das Mästen des Thuns wird vor allem in Australien, Kroatien, Spanien, Malta und der Türkei praktiziert.

 

Gesundheit

 

Wie alle großen Prädatoren konzentriert der Rote Thun in seinem Gewebe Rückstände von Quecksilber und anderen Schadstoffen wie Dioxin und polychlorierten Biphenylen (PCB).

 

Empfehlungen und Alternativen

 

Meiden Sie den Roten Thun und lesen Sie die Online-Führer, um nachhaltige Alternativen in Ihrer Region zu finden.

 

Quellen

 

Food and Agriculture Organisation (in sechs Sprachen verfügbar)

Monterey Bay Aquarium

Marine Conservation Society Fishonline

WWF: Ban the tuna trade


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  Roter Thun  
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