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Slow Fish - Good, Clean and Fair Fish
 
 

Etiketten lesen

Die Etiketten können und müssen uns eine Orientierung geben.


Nach der geltenden europäischen Gesetzgebung müssen auf dem Etikett angegeben sein:

  • die übliche Bezeichnung des Fisches (der wissenschaftliche Name ist fakultativ)
  • Produktionszone
  • Produktionsmethode

 

Bis heute ist das Fangdatum nicht obligatorisch, obwohl in der Europäischen Kommission darüber diskutiert wird.

  • Fischprodukte aus dem Meer müssen auf dem Etikett die Fangzone angeben. Es gibt 19 von der FAO festgelegte Fanggebiete.
  • Süßwasserprodukte müssen auf dem Etikett den Mitgliedstaat oder das Drittland nennen, aus dem das Produkt stammt.
  • Produkte aus Aquakultur müssen auf dem Etikett den Mitgliedstaat oder das Drittland nennen, in dem die abschließende Entwicklungsphase des Produkts stattgefunden hat.

 

Organisationen für nachhaltige Fischerei vertreten die Ansicht, dass die Etiketten klarer werden sollten, um den Verbrauchern wirklich zu helfen. Einige hoffen, dass der in Restaurants servierte Fisch zertifiziert wird. In mehreren Regionen der Welt werden Studien durchgeführt, um die Rückverfolgbarkeit zu verbessern.

 

Fisch mit Öko-Zertifikat

 

Die Frage der Öko-Zertifizierungen im Fischsektor ist sehr kontrovers und erregt immer heftigere Polemik. Für einige internationale Organisationen der handwerklichen Fischerei sind die Öko-Zertifikate nur ein Mittel von gewissen industriellen Fischerei- und Aquakulturgesellschaften, um wenig empfehlenswerte Praktiken „reinzuwaschen“. Häufig werden Öko-Zertifikate nicht auf handwerkliche Fischer angewandt, die noch heute in der Welt die Mehrheit darstellen.

 

Zum derzeitigen Stand sind die Zertifizierungssysteme zwar nicht perfekt, aber ohne Zweifel ein erster Schritt zu einer verantwortlichen Politik in Sachen Fischkonsum. Es ist sicher notwendig, sie zu verbessern und auszufeilen und sie für Kleinfischer und -züchter zugänglich zu machen, vor allem in Schwellenländern, so dass eine reale Gleichberechtigung zu Großproduzenten und -händlern garantiert ist. Informieren wir uns also ohne Naivität über Fisch mit MSC-Zertifikat (oder einem anderen Gütesiegel), über Biofisch, und wenn wir wirklich keinen Zugang zu kurzen Produktketten haben, wenden wir uns an die Angebote der großen Supermarktketten, die Verhaltenskodizes anwenden.

 

Das Etikett ist nicht alles

 

Zuchtgarnelen, die als Hochseefang verkauft werden, Limanda-Filets, die als Scholle durchgehen, Hai als Schwertfisch oder sogar Thun, Pangasius als Kabeljau…

 

Bei Fischprodukten sind falsche Erklärungen leider sehr häufig.

 

Wenn wir nur nach den weltweit am meisten gehandelten Fischen fragen (Schwertfisch, Scholle, Kabeljau, Hecht), laufen wir Gefahr, eine andere (weniger teure, noch nicht überfischte oder weniger auf dem Markt bekannte) Art zu erhalten, die unserem Wunschprodukt aber ähnelt.

 

Ein Etikett kann den richtigen Namen der Art angeben, aber die Tatsache verbergen, dass das Produkt aus Aquakultur stammt. In Thailand gezüchtete Garnelen – fast 30% der Weltproduktion – werden oft mit der Aufschrift „wilde Art“ exportiert. Sehr verbreitet ist auch der Verkauf von Zuchtlachs als „Wildlachs“.

In den USA berechnet man, dass ein Drittel der Fische und Meeresfrüchte im Handel mit falschen Informationen etikettiert sind. Die Verringerung der Bestände, die illegale Fischerei, die Gesetzeslücken und die verbreitete Versuchung, höhere Profite zu erzielen, auch mit Betrug, sind Faktoren, die die Tendenz zu Etikettenschwindel noch verstärkt haben.


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