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Haie (und Rochen)


Wissenschaftliche Namen

 

Viele. Der Begriff Hai ist für verschiedene Haiarten verbreitet, aber auch für Rochen und Chimären (Seekatzen), die mit ihnen verwandt sind. Sie gehören alle zur Klasse der Knorpelfische (Chondrichthyes).

 

Handelsbezeichnungen

 

Grauer Glatthai, Blauhai, Heringshai.

 

Viele Arten werden unter allgemeinen Namen Hai gefangen und dann verkauft. In einigen Ländern wird der Dornhai, der auch anstelle von Dorsch für die Herstellung von Fischstäbchen verwendet wird, mit dem Namen Felsendorsch verkauft. In Italien wird Hundshai auch mit anderen Namen in den Handel gebracht (Grauer Glatthai, Blauhai, Heringshai) und die Verbraucher wissen oft absolut nicht, dass sie einen so wichtigen Meeresbewohner verzehren.

 

Probleme

 

Empfindlichkeit für den Druck durch die Fischerei

 

Man schätzt, dass ein Hai je nach Art 20 bis 200 Jahre alt werden kann. Haifische haben mehr Gemeinsamkeiten mit den Meeresschildkröten und Meeressäugern als mit Knochenfischen wie Thun. Sie müssen dringend auch den gleichen Ruhm genießen! Haie sind extrem verletzlich für den Druck durch die Fischerei, denn sie erreichen spät die Geschlechtsreife (einige Arten pflanzen sich nicht vor einem Alter von 35 Jahren fort) und sie erzeugen wenige Junge. So können sie sich nicht schnell genug vermehren, um ihre Tötung auszugleichen.

 

Nicht die Haie sind eine Bedrohung für den Menschen, sondern die Menschen sind eine (schwere) Bedrohung für die Haie!

 

Bestand

 

Man berechnet, dass pro Jahr 100 Millionen Haie getötet werden, eine alarmierende Zahl, die langfristig das Überleben der Art direkt gefährdet. Jüngere Studien haben nachgewiesen, dass mehrere Haipopulationen stark reduziert wurden. Man schätzt, dass die Hälfte der jährlich getöteten Haie als Beifang in den Netzen, die für andere Fische bestimmt waren, endete. Obwohl die Situation der Bestände je nach Art und Region ganz verschieden ist, ist sie doch für die meisten im Handel verkauften Haiarten extrem besorgniserregend. Und obwohl es immer mehr Beweise für die Überfischung des Hais und die Erschöpfung der Bestände gibt, haben nur wenige Länder seinen Fang begrenzt.

 

Shark Finning: die Jagd allein nach Haifischflossen

 

Viele Haie werden ausschließlich wegen der Flossen getötet: Sie werden für traditionelle Spezialitäten wie Haifischflossensuppe verwendet, die im Fernen Osten sehr beliebt ist. Ihre Flossen sind wegen der angenommenen Heilwirkung so begehrt. Aus dem Knorpel des Hais werden nämlich anti-angiogene Substanzen gewonnen, die also eine neue Gefäßbildung bekämpfen und damit die Ausbreitung von Krebs verhindern können. Angesichts dieser vermeintlichen (nicht nachgewiesenen) therapeutischen Wirkung kann eine Schale Haifischflossensuppe bis zu 100 $ kosten. Allein auf dem Markt in Hongkong werden pro Jahr über 3000 Tonnen Haifischflossen gehandelt. Die Flossen werden abgeschnitten, wenn das Tier noch lebt; dann wird es wieder ins Wasser geworfen, wo es in kurzer Zeit verendet. Dieses Verfahren ist zwar in vielen Ländern wie USA und Australien verboten, aber nach wie vor weit verbreitet.

 

Position in der Nahrungskette

 

Nur sehr wenige Haie ernähren sich von Plankton, die meisten sind Raubfische. Sie stehen allerdings an der Spitze der Nahrungskette und haben damit eine wichtige regulierende Funktion, denn sie fressen besonders die schwächeren Fische, tote und kranke Tiere und tragen so dazu bei, Epidemien im natürlichen Lebensraum zu begrenzen.

 

Gesundheit

 

Wegen ihrer Stellung in der Nahrungskette konzentrieren sich im Fleisch des Hais Rückstände von Quecksilber und anderen Schadstoffen wie Dioxin und polychlorierten Biphenylen (PCB).

 

Empfehlungen

 

Generell ist es besser, das Essen von Haifisch zu vermeiden.

 

Quellen  

 

Shark Alliance

Sustainable Sushi

Film: Sharkwater

 


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  Haie (und Rochen)  
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