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Slow Fish in Aktion


Eine Kostprobe von Fisch und Europäischer Politik in Barcelona

Slow Food Barcelona brachte Gastronomen, Köche, Fischer und Aktivisten zu einem Abendessen mit dem „Fischfang des Tages" zusammen.

 

Vierzig Paar aufmerksame Augen waren auf den Fischer Ramon Tarridas gerichtet, als er im gut besetzten Restaurant Lluerna in Barcelona am 11. Juni 2012 seine Miniaturfischernetze ausbreitete.

 

„Ich habe zwar keine Powerpoint-Präsentation dabei, aber vielleicht tun die es ja auch", erzählte er den amüsierten Dinnergästen bei der lokalen Slow Fish Veranstaltung, die von Slow Food Barcelona organisiert wurde und im Rahmen der Kampagne gegen Überfischung von Ocean 2012 bei der Europäischen Fischwoche stattfand.

 

Ramon zeigte Beispiele von handwerklicher Fischereiausrüstung, die die örtlichen Kleinfischer zum Fang von ungefähr 90 verschiedenen Fischsorten nutzen und erzählte dabei, wie die einzelnen Geräte für die jeweiligen Grundfische, Drachenköpfe, pelagischen Fische oder Tintenfische benutzt werden. Jede dieser Fischsorten frisst zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Dinge. Das macht den Fischfang zu einer Kunst, da ein spezieller Köder oder eine spezielle Angel nur zu einer bestimmten Uhrzeit und an einer bestimmten Stelle benutzt werden können und schon eine Stunde später oder 20 Meter weiter nicht mehr passen.

 

Kleinfischer stehen heutzutage aufgrund von überreguliertem Handel und verschlechterten Umweltbedingungen unter Druck. Viele politische Vorgaben sind auf industriellen Fischfang ausgerichtet, der auch einen Großteil der europäischen Fördergelder kassiert, obwohl er die weltweiten Fischbestände schwerwiegend dezimiert und den marinen Ökosystemen schadet. Ramon ist der Ansicht, dass handwerkliche Kleinfischer ihr Überleben heutzutage nur sichern und ihre Traditionen erhalten können, wenn sie Kooperationen eingehen und ihren Fischfang direkt an Restaurants und Endverbraucher verkaufen, um diesen nicht nur die frischesten Produkte zu liefern, sondern auch die entsprechende Geschichte des Fangs.

 

Victor Quintillà, Chefkoch des Restaurants Lluerna, ist einer seiner Verbündeten. „Ich habe eine richtig gute Beziehung zu Ramon und serviere jeden Fisch gerne, den er gefangen hat, sogar die unbekannten Sorten. Die wecken nämlich auch die Neugier von experimentierfreudigen Gästen. Ich habe Ramon und seine Familie zum Abendessen eingeladen, als wir unsere Zusammenarbeit gestartet haben, damit er sehen konnte, wie gut die Frische seiner Produkte in den Gerichten, die ich für meine Gäste zubereite, zur Geltung kommen kann. Ich versuche das mit all meinen lokalen Lieferanten zu tun und freue mich, meinen Gästen nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Geschichten nahe zu bringen."

 

Lydia Chaparro und Miquel Ortega von Ocean 2012, einem Zusammenschluss von Organisationen gegen Überfischung, zu dem auch Slow Food gehört, gaben anschließend einen Überblick über die Situation der europäischen Fischereibetriebe und erklärten, warum jeder von uns heute von der Politik fordern sollte, bei der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik gegen Überfischung vorzugehen und nachhaltige Kleinfischerei zu fördern. Ocean 2012 nahm ein Foto von allen Teilnehmern der Abendveranstaltung auf und fügte es, zusammen mit einem Namensschild, in eine Fotogalerie der Zivilgesellschaft gegen Überfischung ein, die auf ihrer Website veröffentlicht und an das Europäische Parlament übermittelt wird.

 

Nach der Veranstaltung waren die Teilnehmer motiviert, „Koproduzenten" für Fisch und Meeresfrüchte zu werden und fuhren begeistert nach Hause zurück, weil sie nicht nur eine Menge gelernt, sondern auch köstliche Gerichte u.a. aus Makrele, Meeräsche und Meerbrasse gekostet hatten.

 

 

 


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In diesem Bereich ehren wir alle Männer und Frauen aus unseren Netzwerken – Fischer, Aquafarmer, Köche, Verbraucher, Journalisten, Erzieher, ehrenamtliche Helfer, Mitglieder der Convivien und viele andere –, die mit ihren kleinen und großen Taten aktiv werden, um Fisch auf nachhaltige Art zu produzieren und zu konsumieren.

Wer uns seine Geschichte erzählen will, ist willkommen, bitte schreiben Sie an:: slowfish@slowfood.com

 

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