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Slow Fish in Aktion


Lachs aus dem Fjord

Den Dialog anregen: das Hardangerfjord-Seminar


Der Hardangerfjord, ein wunderschöner, steiler und langgezogener Fjord südwestlich von Bergen, war ein wichtiges Einzugsgebiet von Wildlachs und Meerforellen. In den Flüssen entlang des Fjords gab es ein enormes Potential für Angeltourismus und ab den 1880er Jahren zog die Lachsfischerei die ersten Touristen in die Gegend. Trotzdem entschied man sich dafür, die industrielle Lachszucht auszubauen.


Um diese Entscheidung und ihre Auswirkung auf den Fjord zu diskutieren, beschloss Sven-Helge Pedersen, Umweltberater und Mitglied des Slow Fish-Netzwerks im Jahr 2008, ein jährliches Seminar zu organisieren, auf dem sich alle Interessengruppen treffen und ihre Sichtweisen austauschen können: Politiker, Akademiker, Vertreter der Wildfisch- und Fischzuchtindustrie, Aktivisten und lokale Verbände von Landbesitzern, Landwirten und Jägern. Das Seminar setzt den Fokus auf Biodiversität und die Lebensbedingungen für Wildlachs, Meerforellen und andere freilebende Arten.


„Im Jahr 2004 gründeten die Leute aus dem Einzugsgebiet der zahlreichen Flüsse des Hardangerfjords den Verein Hardangerfjord Villfisklag. Sie sahen die Auswirkungen, die die Fischzucht auf die freilebenden Fischbestände und die Ökosysteme hat, als gemeinsames Problem und Bedrohung an. Als einer der führenden Köpfe der Organisation habe ich die Initiative ergriffen und eine jährliche Plattform geschaffen, um den Wissensaustausch zu fördern und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass es Zeit ist, die Art und Weise ändern, wie wir den Fjord verwalten: wir müssen mit den Jägern und Fischern aus Hordaland zusammenarbeiten."

Im Laufe nur weniger Jahre wurde das Hardangerfjord-Seminar zu einer der wichtigsten Plattformen des Landes für Wissensaustausch und Debatten rund um den Umgang mit Umwelt und Meereswelt.


Auch dieses Jahr kamen wieder Teilnehmer aus ganz Norwegen zum Seminar. Das zweitägige Programm mit einer Vielzahl von akademischen Workshops zeigte, dass der stufenweise Rückgang der freilebenden Fischbestände und die sozialen Auswirkungen der industriellen Lachszucht nicht nur den Hardangerfjord betreffen, sondern die gesamte norwegische Küstenlandschaft.


Die norwegische Ministerin für Fischerei und Küsten, Lisbeth Berg-Hansen, hielt die Eröffnungsrede. Der ganze Tag stand im Zeichen der Herausforderungen für die Umwelt durch die norwegischen Aquakulturen. Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit präsentierte die erste Auswertung der Regulierung von Fangzonen zur Kontrolle des maritimen Lebens im Hardangerfjord. Im Anschluss daran berichtete Søren Larsen vom Dänischen Zentrum für Wildlachs (Vildlaks) über die erfolgreiche Entwicklung der lachsreichen dänischen Flüsse in den letzten Jahren.


Trotz der vielen Herausforderungen ist Sven-Helge der Ansicht, dass Fortschritte gemacht werden: „Das Hardangerfjord-Seminar konzentriert sich auf die grundlegenden Probleme unserer Fjorde und Küstengewässer, die viele Konflikte auslösen. Bis jetzt herrschte immer eine Art ‚Krieg' zwischen den verschiedenen Interessengruppen. Dieses Jahr hingegen kam ganz klar die Botschaft rüber, dass alle Parteien aus ihren Schützengräben herauskommen und zusammenarbeiten müssen, um nachhaltige Lösungen für die Zukunft unseres gemeinsamen Erbes zu schaffen, für die Zukunft des Hardangerfjords."

 


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