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Gemeinsame Agrarpolitik

Was zu tun ist



Wenn es uns nicht gelingt, den Beruf des Landwirts zu schützen, wird dieser bald aussterben. Dann könnte es bald keine gemeinsame Agrarpolitik (GAP) mehr geben, die reformiert werden muss!

Die Rolle der landwirtschaftlichen Arbeit wird zunehmend ausgegrenzt, und mit dieser Entwicklung gehen eine extreme Landflucht und die Überalterung der Bevölkerung, die in ländlichen Gebieten bleibt, einher. Nach Schätzungen von Eurostat sind nur 7% der Bauern jünger als 35 Jahre, ein Drittel ist älter als 65.

 

Es sind konkrete Maßnahmen notwendig, um diese "Ausblutung" aufzuhalten und junge Menschen zu ermutigen, ländliche Gebiete und generell die Landwirtschaft wieder zu bevölkern.

 

Nach der Ansicht von Slow Food muss die neue GAP:

 

  • die Würde landwirtschaftlicher Arbeit wieder herstellen;
  • ein angemessenes Einkommen für junge Landwirte und damit Sicherheit garantieren;
  • Netzwerke von jungen Menschen aus Bauern und anderen Akteuren der Lebensmittelkette aufbauen, um das Gefühl der Isolierung zu bekämpfen, das sie häufig davon abhält, den Beruf des Landwirts zu ergreifen;
  • die Ausbildung für junge Bauern und den Wissenstransfer von Generation zu Generation fördern;
  • unternehmerische Pläne junger Leute unterstützen, indem die Bürokratie verschlankt und finanzielle Anreize geboten werden;
  • technische Unterstützung für agrar-ökologische Methoden, Betriebsmanagement usw. bieten und finanzieren.

 

Nach Slow Food muss die neue GAP das Agrar- und Lebensmittelsystem der Europäischen Union umstrukturieren und auf eine Produktion in kleinem und mittlerem Maßstab sowie auf lokale Wirtschaftsformen ausrichten. Dies muss mit folgenden Mitteln geschehen:

 

  • Überarbeitung der Ursprungsbezeichnungen und Einführung strenger Kriterien für Nachhaltigkeit, Qualität, Bindung an die Region, historische Zugehörigkeit und Schutz der biologischen Vielfalt;
  • Vereinfachung der Voraussetzungen und der Bürokratie für den Start neuer Gewerbebetriebe;
  • Belohnungen für Erzeuger, die traditionelle, lokale biologische Vielfalt verteidigen und das traditionelle landwirtschaftliche Panorama schützen;
  • Förderung des Informations- und Wissensaustauschs unter Kleinlandwirten;
  • Fortbildungsprogramme, um agronomische, Verarbeitungs- und Handelstechniken zu optimieren;
  • Programme zur Umwelt- und Ernährungserziehung in Schulen sowie zur Sensibilisierung und Information der Bürger;
  • Aufbau von Absatzkanälen für kleine und mittlere Erzeuger mit der Förderung von Farmers' Markets, solidarischen Einkaufsgemeinschaften und Verbrauchergruppen, die sich verpflichten, die lokale Landwirtschaft direkt zu unterstützen;
  • Belohnungssysteme für alle, die landwirtschaftliche Produktion mit pädagogischen, kulturellen und touristischen Initiativen ergänzen, um das Wissen über Umwelt und Landwirtschaft zu fördern.


 
   

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