Slow Food
   

Terra Madre Day 2010


Italy - 30 Nov 10

Achthundert Veranstaltungen werden bereits für den Terra Madre Day, der am 10. Dezember stattfindet, organisiert. Zum zweiten Mal feiert das umfassende Netzwerk von Slow Food aus Bauern, Erzeugern, Schulen, Köchen und Mitgliedern das lokale Essen mit Initiativen, die die Bedeutung einer gesunden täglichen Ernährung vor allem für die Bevölkerung in den ärmeren Ländern unterstreichen. Hier einige Beispiele für Initiativen, die in aller Welt organisiert werden: In Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, werden die Mädchen in einem Waisenhaus, das vom AMPO (Association Managré Nooma pour la Protection des Orphelins) geleitet wird, in eine Reihe von Veranstaltungen einbezogen, um die Bedeutung der traditionellen, lokalen Lebensmittel für die Gesundheit zu fördern. So organisieren die Waisenmädchen am 10. Dezember mit einer Gruppe von Biobauern die Dégustation du Fonio a l\'Orphelinat Filles de Ampo: eine Verkostung von einheimischen Pflanzen wie Moringa (ein Baum mit anerkannten Nährwerten) und Fonio-Hirse (gilt als das älteste Getreide Ostafrikas). Auch das Convivium Buenos Aires feiert den Dia de Terra Madre Para Todos und kocht Gerichte der lokalen Tradition. Sie werden in mehreren Restaurants der Stadt zubereitet und an Obdachlose und Arme ausgegeben. Slow Food Riga beteiligt sich mit einer Initiative mit Grundschülern: Lokale Bauern liefern die erforderlichen Zutaten für die traditionelle Apfeltorte, die die Kinder dann mit Hilfe mehrerer Köche backen. Die Torten sind zusammen mit Büchern, Kleidung und anderen Dingen, die die Schüler in den Wochen davor gesammelt haben, als Geschenk für Waisenkinder in Jekabpils bestimmt,. Im süddeutschen Hohenheim-Plieningen bei Stuttgart wird am 10. Dezember der The Right to Food Day gefeiert. Zu diesem Anlass wird der Bauernmarkt in Hohenheim, an dem Bauern mit Bio- und biodynamischem Anbau beteiligt sind, mit einem Eat-in abgeschlossen (zu diesem geselligen Treffen bringt jeder Gast ein selbst zubereitetes Gericht mit), das der Generalsekretär des Food First International Action Network mit einem Beitrag einleitet. Andere Veranstaltungen konzentrieren sich auf den Schutz des traditionellen Wissens und der biologischen Vielfalt. In Indonesien wird mit dem Wild Food Festival die kulinarische Kultur der Dörfer auf Java gefeiert. Die Frauen, die das Können und Wissen über die jahreszeitlichen Bezüge und die Zubereitungstechniken bewahren, die heute vom Verschwinden bedroht sind, bereiten Gerichte zu, die zum Probieren angeboten werden. Auf dem Markt der Erde in Hamra, Beirut, wird The Bread, Wine and Cheese organisiert. Dem Publikum wird der Bestand der lokalen Vielfalt in der Landwirtschaft präsentiert, die durch das globalisierte Ernährungssystem vom Verlust bedroht ist. Zu diesem Anlass wird das traditionelle libanesische Brot gebacken, das aus 20 verschiedenen Getreidesorten besteht. Dazu gibt es Wein und Käse von lokalen Winzern und Käsern. In Kenia versammeln sich zur Traditional Seed Fair Kleinbauern, die traditionelles Saatgut verkaufen und über den Schatz an biologischer Vielfalt im Lande diskutieren. In der Karibik wird in der Hauptstadt von Trinidad und Tobago ein Eat-In organisiert, mit dem die Kampagne “Grow local, buy local, eat local” in Zusammenarbeit mit der Regierung des Landes eingeleitet wird. Alle Veranstaltungen des Terra Madre Day finden Sie auf der interaktiven Karte: http://www.slowfood.com/terramadreday/pagine/deu/mappa.lasso