Slow Food
   

Der Geschmack, mehr zu wissen


Italy - 30 Aug 10

Slow Food erzieht ist... Essen und Region Der Bereich Slow Food erzieht am Eingang zum Salone del Gusto in Halle 5 bietet eine Reihe von interaktiven Wegen für Kinder und Erwachsene, die Einblick in das Verhältnis zwischen Essen und Region und die zentrale Rolle des Ko-Produzenten (des informierten, bewussten Verbrauchers) in der täglichen Praxis vermitteln. Die Aktivitäten werden in Zusammenarbeit mit den Vereinen Laboratorio Creativo und NU–Arti in Gioco realisiert. Parla (di) come mangi (Erzähl wie du isst) Bei dieser Veranstaltung können die Teilnehmer an Erfahrungen mit den Lebensmitteln teilhaben, ihre Verbindungen zur Region erkennen und in Spielen, Interviews und Verkostungen das Bewusstsein für positives Verhalten erwerben. Jeder Teilnehmer erhält einen kleinen Führer mit nützlichen Einkaufstipps. Jeden Tag um 15 und um 17.30 Uhr treffen die Teilnehmer die Lebensmittelbündnisse, um Erzeuger und Produkte aus den Regionen, die bei Terra Madre und beim Salone del Gusto vertreten sind, aus der Nähe kennen zu lernen. Der Eintritt zu Parla (di) come mangi ist frei. Um sich für die Termine um 15 und um 17.30 Uhr anzumelden, schreiben Sie bitte an prenotazioni.educazione@slowfood.it oder wenden Sie sich direkt beim Salone an den Slow Food Stand. Nur auf Italienisch. - Parcours Essen und Region Der Bereich für Kinder und Jugendliche (7-13 Jahre) bietet einen spielerischen Workshop, bei dem man die Produkte Brot, Käse, Honig, Gemüse und Schokolade erkunden kann. Geschichten, Mannschaftsspiele, Rätsel und Überraschungen sind Stationen, um die Verbindungen zwischen Essen und Region zu entdecken. Am Ende wird den Teilnehmern ein kleiner Imbiss angeboten und sie bekommen ein Buch, das extra für sie geschrieben wurde. - Parcours Essen und Region - für Kinder mit Familien Donnerstag, Freitag und Montag um 16 und 17.30 Uhr; Samstag um 14, 16 und 17.30 Uhr; Sonntag um 12.30, 14, 16 und 17.30 Uhr. Dauer: 30 min. Teilnahme kostenlos. Nur auf Italienisch. Anmeldungen: Schreiben Sie bitte an prenotazioni.educazione@slowfood.it oder wenden Sie sich direkt beim Salone an den Slow Food Stand. - Parcours Essen und Region - für Schulen Donnerstag, Freitag und Montag um 10, 11.30, 13 und 14.30 Uhr; Samstag um 10 und 11.30 Uhr. Dauer: 40 min. Anmeldegebühr: 25 Euro pro Klasse (max. 25-30 Schüler + 2 Lehrer). Nur auf Italienisch. Anmeldungen: Schreiben Sie an prenotazioni.educazione@slowfood.it oder senden Sie das Formular, dass Sie auf www.salonedelgusto.it herunterladen können, per Fax an die Nummer +39 0172 419750. Master of Food In zehn Jahren hat Slow Food über 3000 Kurse mit insgesamt 57.000 Teilnehmern organisiert, 106.000 Weinflaschen entkorkt, 1560 Liter Bier verkostet, Dutzende von Käsesorten probiert… Jetzt ist es Zeit, die Kurse des Master of Food neu zu gestalten: Die klassischen Kurse führen in die Geschmackserziehung ein: Wein, Bier, Öl, Käse, Wurstwaren, Sinneserziehung, Kochtechniken. Die Lektionen in gut, sauber und fair helfen bei den Entscheidungen des alltäglichen Einkaufs: Getreide und Brot, Pasta und Reis, Fleisch, Fisch, Honig, Gemüseanbau, Einkauf, Obst- und Gemüsekauf. Eins folgt dem anderen sind Themenabende, die Lust auf mehr Wissen machen: Destillate, Essig, Kaffee, Tee, Schokolade, Gewürze, Kräuter, Pilze und Trüffel, Konditorei, ethnische Küchen, Geschichte und Kultur der Gastronomie. Die Konferenzen des Salone del Gusto Projekte zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft, die jüngsten Bedrohungen für das fragile afrikanische Produktionssystem, die Beziehung zwischen Lebensmittelverschwendung und Hunger in der Welt, die neuen Ansätze, um die aktuelle Lebensmittel-, Finanz- und Energiekrisen zu interpretieren: Dies sind nur einige der Themen der 23 Konferenzen beim Salone del Gusto. Dabei geht es immer auch um die Beziehung zwischen Essen und Region, denn das Verhältnis zwischen dem, was wir essen, und den Produktionsorten hat viele Gesichter. Folgende Referenten haben bereits ihre Teilnahme zugesagt (Stand 19. Mai): - Stefano Rodotà – Dozent für Zivilrecht an der römischen Universität La Sapienza. Er ist auf individuelle Rechte und Grundfreiheiten spezialisiert und untersucht Probleme durch Innovationen in Informatik und Biomedizin. Von 1997 bis 2005 war er Präsident der italienischen Datenschutzbehörde. - Stefano Zamagni – Ordentlicher Professor für politische Ökonomie an der Universität Bologna und Adjunct Professor of International Political Economy an der John Hopkins University, Bologna Center. Er ist Präsident der Behörde für gemeinnützige Vereine. Mit seiner Arbeit nimmt er eine wesentliche Rolle in der zeitgenössischen Wirtschaftsdebatte in Italien und im Ausland ein. - Franco Cassano – Professor für Soziologie an der Universität Bari. Er forscht über Gemeingut und aktives Bürgertum. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören Tre modi di vedere il Sud und Il pensiero meridiano. - Vandana Shiva – Indische Aktivistin, Wissenschaftlerin, Vizepräsidentin von Slow Food und Präsidentin der Internationalen Kommission für die Zukunft der Lebensmittel und Landwirtschaft. 1991 gründete sie die Bewegung Navdanya zur Verteidigung der biologischen Vielfalt und der autochthonen Landwirtschaft. 1993 erhielt sie in Stockholm den Right Livelihood Award, den alternativen Friedensnobelpreis. - Andrea Segré – Rektor der Agrarfakultät der Universität Bologna und Präsident des Last Minute Market für akademische Spin-Offs. In den letzten Jahren konzentrierte er seine Forschungstätigkeit auf die Analyse der Verschwendung von Ressourcen in den Industrie- und Entwicklungsländern. - Daniele Scaglione – Direktor der Kampagnen von Action Aid, der internationalen Organisation für die Armutsbekämpfung. - Antonio Onorati – Präsident des Centro Internazionale Crocevia. Er gehört zu den Triebkräften des Regionalgesetzes über die lokale Biodiversität in der Landwirtschaft. - Gary Paul Nabhan – Dozent für Geografie und Forscher für Sozialwissenschaft an der Universität Arizona mit Spezialisierung auf Ethno-Biologie. Er behandelte Themen wie die Erhaltung von Anbaukulturen und Lebensmittelprodukten, die aus dem Grenzgebiet zu Mexiko stammen. - Marcello Buiatti – Dozent für Genetik an der Universität Florenz und Präsident der Stiftung Toscana Sostenibile. Als italienischer Abgeordneter bei der Europäischen Gemeinschaft hat er zahlreiche wissenschaftliche Programme und Projekte geleitet und an verschiedenen internationalen Aktivitäten zur Bioethik und erkenntnistheoretischen Studien teilgenommen. - Serge Latouche – Professor emeritus für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paris-Sud. Er ist Spezialist für die wirtschaftlichen und kulturellen Nord-Süd-Beziehungen und die Erkenntnistheorie der Sozialwissenschaften. Er unterstützt die gesellige Wachstumsrücknahme und die lokale Wirtschaft. - Wolfgang Sachs – Soziologe und Ökonom sowie Forscher am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Er beschäftigt sich besonders mit den Problemen von Entwicklung und Nachhaltigkeit. Die Konferenzen sind kostenlos und für die Besucher des Salone del Gusto zugänglich, solange Plätze verfügbar sind. Die Simultanübersetzung Englisch-Italienisch ist geplant. Informationen: conferenzesalone2010@slowfood.it. Das vollständige Programm finden Sie auf www.salonedelgusto.it.