Slow Food
   

Die Terra Madre Gäste - Wo die über 5000 Delegierten Gastfreundschaft und Unterkunft finden


United Kingdom - 20 Oct 06

Die Organisation der Unterbringung und der Fahrgelegenheiten der über 5000 Teilnehmer hat beachtliche organisatorische Anstrengung gekostet, und wäre ohne das Engagement und die Solidarität von Institutionen, Einrichtungen, Verbänden und Familien gar nicht möglich gewesen. Ganz Piemont hat sich mobilisiert und seine Haustüren für Bauern, Fischer, verarbeitende Handwerker geöffnet, für Personen, die auf der ganzen Welt die wesentliche Rolle übernehmen, für die zukünftigen Generationen über die Biodiversität der Agrarlebensmittel zu wachen. Die Absicht von Terra Madre ist es, den Austausch von Erfahrungen und die Interaktion zwischen verschiedenen Kulturen zu begünstigen und anzuregen. Insofern reicht die Erfahrung von Terra Madre über den Augenblick der Diskussion und der Gespräche im Oval hinaus. Sie lebt weiter in den Beziehungen, die die Gastgeber im ganzen Gebiet des Piemonts mit denjenigen knüpfen können, die von weit her kommen. Die Teilnehmer von Terra Madre werden im Gebiet von 60 piemontesischen Gemeinden aufgenommen. Die Stadt Turin stellt 900 Plätze im Olympischen Dorf und 200 im Gasthaus des Lingotto zur Verfügung, während über 300 Delegierte bei Familien in Turin unterkommen. Die 200 Dozenten werden zum Teil in den Wohnungen der Turiner Universitäten beherbergt, die die Region Piemont, zur Verfügung stellt und zum Teil in den einzelnen Wohnungen der Botschafter von Turin, das sind Personen aus der Hauptstadt, die die Stadt bei den Olympischen Spielen repräsentierten. Wie auch 2004 stellen die Region Piemont und die Stadt Turin auch die Olympiaanlage Pracatinat zur Verfügung, in der über 100 Gäste Unterkunft finden. Durch den Beitrag des Bauernverbands Coldiretti Piemonte werden etwa 500 Delegierte in unterschiedlichen Hotelanlagen aufgenommen. In der Heimat von Slow Food, in Bra, werden über 200 Personen aufgenommen – das ist die höchste Anzahl Delegierter in einer einzigen Stadt nach Turin – die dank des Engagements des hiesigen Tschernobyl - Komitees zum großen Teil aus Weißrussland und der Ukraine kommen. Ivrea und Umland leisten ihren Beitrag zu Terra Madre und der Völkerverständigung, indem sie 92 israelische und palästinensische Delegierte aufnehmen. Carignano wiederholt seinen Einsatz der ersten Veranstaltung und öffnet auch diesmal seine Türen für die Vertreter aus Mali. In Asti gibt es eine starke senegalesische Gemeinschaft in der Stadt, die ihre Landsleute von den Erzeugergemeinschaften aus dem Senegal aufnehmen, während weitere Familien aus dem Umland von Asti 160 Personen aufnehmen. 110 Delegierte aus Südamerika versammeln sich in den Gemeinden die zum Territorialpakt des Turiner Nordwestens gehören (11 Gemeindeverwaltungen aus dem engeren Turiner Umland), die eine Reihe themenbezogener Veranstaltungen organisieren. Auch Fossano, das etwa 70 Übernachtungsmöglichkeiten bietet und die Franzosen willkommen heißt, bezieht die ganze Stadt mit ein und organisiert Abendessen, Treffen und Debatten. In Alessandria hat sich die Cia mobilisiert, durch die 30 Personen aufgenommen werden. In Saluzzo sind dank des Einsatzes der Kommunalverwaltung 50 afrikanische Delegierte untergebracht. Carmagnola nimmt auch dieses Jahr die Vertreter von Kamerun und Ghana auf, während Racconigi gegenüber 450 Brasilianern Gastfreundschaft pflegt. Mit der Absicht, Austausch und Kommunikation unter analogen Produktionen zu begünstigen, beherbergt Biella 50 Vertreter von Gemeinschaften aus aller Welt, die Rinder- und Schweine züchten. Außerdem ist für Freitag, den 27. Oktober um 17,00 Uhr im „Unistadt“ der piemontesischen Kleinstadt ein Treffen vorgesehen, das die Thematik vertieft. In der piemontesischen Hauptstadt des Honigs, in Sommariva Bosco, sind die Vertreter der Honigerzeugergemeinschaften aus den unterschiedlichen Ländern der Welt untergebracht. Unter den Verbänden ist besonders Gruppo Abele zu würdigen, die in den Niederlassungen ihrer Gemeinschaft 30 Delegierte aus Santo Domingo, Tunesien, Malaysia und Togo aufnimmt.