Slow Food
   

Terra Madre trifft den Salone


Italy - 17 Oct 06

Für einige wichtige Argumente, die großes Interesse erregen, wurden für das breite Publikum des Salone del Gusto mehrere Treffen im Gelben Saal geplant, um den Teilnehmern des Salone del Gusto die Möglichkeit zu bieten, Lebensmittelbündnisse zu treffen, die so verschiedene Komponenten besitzen wie Köche, Bauern, Akademiker, Techniker, Schäfer, Fischer..... Bekannte Sprecher wie Luca Cavalli Sforza, Vandana Shiva, Aminata Traoré, Fritjof Capra, Marino Niola und Wolfgang Sachs werden sich zu Köchen aus allen Ecken der Welt gesellen, zu kleinen Bauern aus durch Krieg leidgeprüften Nationen, zu denjenigen, die den neuen Markt weltweit aufblühen lassen und zu all denjenigen, die sich für unseren jetzigen und zukünftigen Weg der Ernährung engagieren. Der Eintritt zu den Konferenzen ist kostenlos, Reservierungen werden aber nahegelegt. Für mehr Informationen und um Ihre Reservierung zu machen schreiben sie bitte an centrostudi@slowfood.it. Termine und Zeiten: Donnerstag, 26. Oktober 16 Uhr Vorführung des Dokumentarfilms von Mario Soldati’s Viaggio nella Valle del Po. Alla ricerca di cibi genuini,(Reisen in der Poebene: Auf der Suche nach authentischer Ernährung), eine RAI-Produktion, 1957-58 Freitag, 27. Oktober 11 Uhr Wir tun Gutes Nachhaltige Landwirtschaft und gastronomische und kulturelle Biodiversität: die Slow Food Stiftung für Biodiversität – Onlus stellt ihren eigenen, wissenschaftlichen Ausschuss vor, erzählt, was bisher getan wurde und legt die zukünftigen Strategien dar. Es nehmen teil: Aminata Traorè, Schriftstellerin und Gründerin des Sozialen Forums Afrikas Marcello Buiatti, Universität von Florenz Harold McGee, Lebensmittelchemiker und Experte für Molekulargastronomie Serena Milano, Leiterin der Internationalen Slow Food Förderkreise Manrique Lopez Castillo, Verantwortlicher des Förderkreises für den Hochlandkaffee aus Huehuetenango Jimei Jianzan, Koordinator des Yak Käse Förderkreises aus Tibet Maria Grazia Mammuccini, Arsia, Florenz Es moderiert: Piero Sardo, Präsident der Slow Food Stiftung für Biodiversität - Onlus Freitag, 27. Oktober 16 Uhr Die Evolution des Menschen und die Biodiversität der Erde Beim letzten Zwinkern der Unendlichkeit, also den 60 Tausend Jahren des Daseins des Homo sapiens auf diesem Planeten, hat die Erde die knallharten Überlebensstrategien einer einzigartigen Gattung zu spüren gekriegt, die sich oftmals in Unterdrückung der Diversität ausdrücken, um homogene und damit leicht und sofort steuerbare Systeme zu schaffen. In längeren Zeiträumen gedacht ist die Diversität wichtig und die Kurzsichtigkeit des Homo sapiens beginnt endlich dieser Wahrheit gewahr zu werden. Bleibt uns noch Zeit, diese Taktik zu ändern? Was haben uns die Interessenkonflikte gelehrt, denen wir im Laufe der Jahrhunderte begegneten? Ökonomie und Diversität, Anpassung und Diversität, Leben und Diversität, sind das inkompatible Wortpaare oder komplementäre Elemente? Es nehmen teil: Luca Cavalli Sforza, Stanford Universität Marcello Buiatti, Universität Florenz Luisa Maffi, Präsident von TerraLingua Michael Pollan, Schriftsteller und Journalist, USA Es moderiert: Telmo Pievani, Bicocca Universität Mailand Samstag, 28. Oktober 11 Uhr Was für Wasser haben wir, was für Wasser wollen wir Es geht um das Wasser, die Lage des Planeten, die Beziehung zwischen Landwirtschaft und Verbrauch, und um zu vermeidende, einzusetzende und anzuwendende Verhaltensweisen. Unser Planet verfügt über immer weniger verfügbares Süßwasser, die Klimaveränderung macht die Sache noch komplizierter und alles führt zurück auf das Alltagsverhalten derjenigen, die –bislang- Wasser haben. Es nehmen teil: Luigi Bistagnino, Polytechnik Turin, Fakultät für Architektur Fritjof Capra, Schumacher College, UK Raul Garciadiego, Projekt “Agua para Siempre”, Mexiko Walter Mazzitti, Generalsekretär des Euro-Mediterranen innerstaatlichen Systems für die Verwaltung des Wassers des mediterranen Basins. Wolfang Sachs, Wuppertaler Institute für Klima, Umgebung und Energie Poppy Tooker, Terra Madre Hilfsstiftung, New Orleans Rossella Monti, HydroAid CEO, Turin Luca Mercalli, Präsident der Italienischen Meteorologischen Gesellschaft Paolo Romano, Präsident von SMAT, Turin Tommaso Fattori, Toskanische Tischrunde für das Wasser Es moderiert: Stefano Cataudella, Tor Vergata Universität Rom Samstag, 28. Oktober 16 Uhr Die Freiheit der Ernährung Die Beziehungen zwischen Kultur und Anbau werden in anthropologischen Büchern als gegeben angenommen, aber nur selten finden sie Einzug in die internationalen Abkommen. Die Gebiete, die lediglich durch die Statistiken des Hungers wohl bekannt sind, können viel erzählen über das Thema Ernährung. Aber die Gebiete, die für ihre Spitzenleistungen in Lebensmittelproduktion berühmt sind, können nicht viel sagen zu dem Thema Hungerbekämpfung. Es nehmen teil: Vandana Shiva, Navdanya Association, New Delhi Sergio Marelli, Präsident der italienischen NGOs Mario Capanna, Präsident des Rats für Genrechte Assetou Foune Samake, Universität von Bamako, Mali Es moderiert: Carlo Petrini, Präsident von Slow Food Sonntag, 29 Oktober 11 Uhr Essen ist ein landwirtschaftlicher Akt Es geht um die große Bedeutung des Netzwerkes und der Konzeption der Gemeinschaft zur Produktion und Kommerzialisierung von agrarkulturellen qualitativ hochwertigen Produkten (gut, sauber und gerecht) Es nehmen teil: Alberto Capatti, Rektor der Universität der Gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo und Colorno Giacomo Mojoli, Mitglied der Slow Food Leitergruppe Marino Niola, Suor Orsola Benincasa Universität Neapel Sonntag, 29. Oktober 16 Uhr Essen ist Frieden. Wie sehr Kriege die Landwirtschaft beeinflussen Unter den ersten Opfern eines Krieges sind immer Lebensmittelbündnisse: Männer an der Front, Mienen auf den Feldern, zerstörte Märkte, unverkaufte Ernten, vernachlässigte Tiere. Es existiert ein anderer Krieg, über den niemand berichtet; Er beginnt mit dem offiziellen, dauert aber oftmals noch lange nach dem Waffenstillstand an. Zeugenaussagen und Erlebnisberichte von Lebensmittelbündnissen aus Gebieten, die im Krieg sind oder waren wurden zusammengetragen von Bernardo Valli (*) Journalist der italienischen Tageszeitung La Repubblica and Andrea Riccardi (*) Gründer des Bündnisses von Sant\'Egidio. Sonntag, 29. Oktober 21-23 Uhr Futuristisches Essen, Trinken und Reden - Ein Treffen mit Edoardo Sanguineti In Zusammenarbeit mit der Fondazione per il libro, la musica e la cultura ( Stiftung für Bücher, Musik und Kultur). Die pyrotechnischen plötzlichen Angriffe von Sanguineti in dem historischen Avantgardgebiet ist ein Ereignis, bei dem Nahrung eine provokative Szene kreiert. Teil von: Sign Language – Two points: The Word of Taste in Pop Culture and Literature. Sprecher: Schriftsteller Gianluigi Beccarla und Ernesto Ferrero Informationen unter: www.trwbc.it, info@trwbc.it, 011 5184268 Montag, 30.Oktober 16 Uhr Erzeugnisse verkaufen und nicht Erzeuger Die Ablösung der Erzeuger vom Markt tut keinem gut: nicht den Preisen, nicht der Qualität, nicht der Wirtschaft, nicht der Landwirtschaft. Die Erfahrung der kurzen Produktionsstufen und der engeren Kontakte zwischen dem, der produziert und dem, der kauft, erzielen auf der ganzen Welt ermutigende Ergebnisse: was sind die Richtlinien für die Weiterentwicklung dieser neuen, uralten Art zu verkaufen und zu kaufen? Es nehmen teil: Rinaldo Bontempi, Präsident des Konservatoriums der mediterranen Küche des Piemont Kamal Mouzawak, Gründer der Souk-el-Tayeb-Märkte, Libanon David Szanto and Linda Kay, Universität der Gastronomischen Wissenschaften, Italien Aminata Traoré, Schriftsteller und Gründer des Sozialen Forums Afrikas, Mali Guido Tampieri, Untersekretär des Ministeriums für Landwirtschafts-, Lebensmittel- und Forstwirtschaftspolitik Maria Grazia Mammuccini, Präsidentin von ARSIA Toskana Stefano Masini, Verantwortlicher für die Umwelt- und Gebietspolitik der Coldiretti John Wilkinson, Föderale Universität Rio de Janeiro Claudio Peri, Universität der Gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo und Colorno Es moderiert: Piero Sardo, Präsident der Slow Food Stiftung für Biodiversität