Slow Food
   

Terra Madre Ausstellung im Atrium vom 18. Oktober bis 12. November 2006


Italy - 16 Oct 06

Die Gesichter, Farben und Orte der Erzeugergemeinschaften und der italienischen und internationalen Förderkreise sind der Mittelpunkt der Fotoausstellung Terra Madre ist in Turin. Gesichter und Werte der Erzeugergemeinschaften, die sich Terra Madre widmet und vom 18. Oktober bis 12. November im AtriumTorino, an der Piazza Solferino stattfindet. Sie wurde durch die Stadt Turin und Slow Food und den Beitrag der Region Piemont verwirklicht. Hier wird den Hauptdarstellern des Events Platz eingeräumt, die 2004 während der Veranstaltung in Turin und in ihren Heimatländern bei ihren alltäglichen Beschäftigungen fotografiert wurden. Das große Totem der Lebensmittel der Welt, bestehend aus Samen und Gewürzen aus allen vier Himmelsrichtungen empfängt die Besucher. Hebt man die Augen zu einer hängenden Spirale, trifft der Blick auf die Gesichter der Bauern, der Viehzüchter, Hirten und Fischer, die aus aller Welt in die piemontesische Hauptstadt anreisen, und die Gianluca Canè 2004 aufnahm und nun in einer „filmischer“ Schnittreihe anordnet. Vor dem Eintauchen in die Landschaften der Erzeugergemeinschaften kann das Publikum in der kleinen Bücherei eine Rast einlegen. Sie ist extra zu dieser Gelegenheit eingerichtet und führt die verschiedenen Zeitschriften und die Veröffentlichungen von Slow Food Editore. Bei den ausgestellten Büchern richtet sich ein besonderes Augenmerk auf die Texte, die sich mit Biodiversität befassen, wie auch auf die “gerade frisch erschienenen” Bücher. Es finden alle Bilder Raum, die unsterblichen Aufnahmen der Frauen, die in Dakar Fisch verarbeiten von Walter Mericchi, von der Bottarga der Orbetello Fischer und der malaiischen Märkte, fotografiert von Alberto Peroli, al formaggio die Yak-Züchter der tibetanischen Hochebene, aufgenommen von Paola Vanzo, das Gai mercati malesi, uaranà der brasilianischen Indios Sateré Mawé auf den Schnappschüssen von Remi Denechau und der Kaffee aus Huehuetenango, der in Turin im Vallette Gefängnis geröstet wird auf den Fotos von Alberto Peroli. Sechs Beispiele dafür, wie das Konzept Lebensmittelgemeinschaft interpretiert werden kann: indem eine Gruppe Frauen einbezogen wird, oder ein Volk, das im Urwald lebt, indem ein Markt als tragender Ring für die kurzen Produktionsstufen betrieben wird, indem der Viehzucht und der Fischerei geholfen wird, indem Projekte verwirklicht werden, die als Enden einer ideellen Linie Erzeuger aus dem Süden der Welt und Häftlinge mit einbezieht. Entlang des zweiten Ganges, der zum Eingang zurückführt, erzählen die Fotografien von den Slow Food Förderkreisen, die längst bewährt in 39 Ländern der Welt verwirklicht sind. Bauern, Fischer, Hirten und Verarbeiter von Lebensmitteln sind neben ihren Erzeugnissen und den traditionellen Techniken ausgestellt, die sie verteidigen, am Leben erhalten und an die Jüngeren weitergeben. Die handwerklichen Erzeuger der Förderkreise sind auch der Mittelpunkt der Dokumentarfilme von Annamaria Gallone, die im Videosaal in der Mitte des Atrium gezeigt werden. Der lange Bilderumzug durch die Welt schließt mit den Portraits der Köche, die dieses Jahr zum ersten Mal an dem Event teilnehmen: Si chiuderà qdie Schnecken der Osterie d’Italia, die Sterne von Michelin und die Köche und Köchinnen der Erzeugergemeinschaften von Terra Madre versammeln sich in Turin, um die Bedeutung der Zutaten zu bekräftigen, und um zu den primären Mitarbeitern der Bauern der ganzen Welt zu werden. Im Atrium findet also von Oktober bis November, jeden Tag von 10,00 bis 19,00 Uhr (Eintritt frei) eine Ausstellung statt, die nicht verpasst werden sollte. Eine wunderbare Gelegenheit, um die Aufnahmen zu betrachten – die, wie es die Biodiversität nun einmal will, Profis und Amateurfotografen geschossen haben – und die Geschichten von Leben, Erzeugnissen, Reisen im Einklang mit der Slow Philosophie erzählen. Eine andere Art, um Terra Madre kennen zu lernen und aus der Nähe teilzuhaben, um mit den vielen Gästen zusammen zu sein, die nach Turin kommen, und die die wahren Hauptdarsteller einer zukünftigen “guten, sauberen und gerechten” Welt sind.