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Slow Food
   

Terra Madre trifft Salone del Gusto


Italy - 01 Oct 08

Salone del Gusto und Terra Madre stellen die zwei Gesichter eines einzigen Events dar, eine Reise hin und zurück zu den Wurzeln der Lebensmittel, um eine positive Verbindung vom Norden in den Süden des Planeten, von der Produktion zum Konsum, von den Bauern zu den Gastronomen und den Ko-Produzenten herzustellen.
Zu den Chancen für Begegnung und Austausch zwischen dem Publikum des Salone del Gusto und den Lebensmittelbündnissen gehören die Konferenzen von Terra Madre, die vom 24. bis 27. Oktober in den Sälen CittaSlow und Sala Gialla im Messezentrum Lingotto stattfinden.
Lebensmittelsicherheit, Klimawandel, lokale Wirtschaft, Saatgut und Biopiraterie sind die Themen, die von wichtigen Referenten und Fachleuten mit spezifischen Berufsbildern behandelt und diskutiert werden: Menschen, die gebraucht werden, damit hochwertige Lebensmittel erzeugt, verarbeitet, vertrieben und verzehrt werden können. Internationale Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Landwirtschaft und Gastronomie bereichern die Debatte über das Essen als wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und Umweltressource.
Einige Termine sind spezifisch dem Thema der biologischen Vielfalt gewidmet. Dabei werden Projekte der gemeinnützigen Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt in Italien und im Ausland vorgestellt.

Der Eintritt zu den Konferenzen ist für die Besucher des Salone del Gusto frei (solange Plätze verfügbar sind).
Informationen und Vorbestellungen: www.terramadre.org

Freitag, 24. Oktober

Presìdi Slow Food: Das neue Projekt der italienischen Förderkreise
Die ersten Förderkreise von Slow Food entstanden Ende 1998 und wurden beim Salone del Gusto 2000 zum ersten Mal öffentlich vorgestellt. Sie gehören zu den wichtigsten Projekten, die in den letzten Jahren zur Verteidigung der biologischen Vielfalt im Agrar- und Lebensmittelbereich in Italien realisiert wurden. Weltweit gibt es inzwischen über 100 Förderkreise, während in Italien eine neue Phase des Gesamtprojekts eröffnet wird: Presìdi Slow Food. Sie stärkt die Allianz zwischen den Erzeugern und Slow Food, legt neue ehrgeizige Ziele auf dem Weg zum “gut, sauber und fair” fest und führt erstmals ein Gütesiegel ein, das die Produkte, die ganz im Geiste dieses Engagements entstehen, klar kennzeichnet.
12:00 - Sala Cittaslow
Moderation:
Raffaella Ponzio, Projektleiterin der Presìdi Slow Food in Italien
Teilnehmer:
Roberto Burdese, Präsident von Slow Food Italia und Koordinator der Coalizione Italia-Europa Liberi da ogm (Bündnis für ein GVO-freies Europa)
Federico Santamaria, Erzeuger und Projektleiter der Presìdi Slow FoodÒ in Ligurien
Marilù Monte, Erzeugerin und Leiter des Förderkreises der weißen Pflaumen aus Monreale
Massimo Spigaroli, Erzeuger und Leiter des Förderkreises Culatello di Zibello
Piero Sardo, Präsident der Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt
Weitere Beiträge:
Vincenzo Tassinari, Präsident Coop Italia
Alberto Ghiraldi, Geschäftsführer Nomos S.r.l.
Gianpiero Zannier, Marketingleiter Reale Mutua Assicurazioni


Die Zukunft von Klima und Lebensmitteln
Die Internationale Kommission zur Zukunft der Lebensmittel und Landwirtschaft, die von der Region Toskana mit dem Vorsitz von Vandana Shiva gegründet wurde, legt nach dem Manifest zur Zukunft der Lebensmittel (2003) und dem Manifest zur Zukunft des Saatguts (2006) das Manifest zum Klimawandel und zur Zukunft der Lebensmittelsicherheit vor. Dieses wertvolle Dokument fasst die wichtigsten Probleme zu diesen Themen zusammen und enthält Leitlinien, um die derzeitige Tendenz umzukehren.
12:00 Sala Gialla
Moderation:
Bernward Geier, Vertreter der Internationalen Kommission zur Zukunft der Lebensmittel und Landwirtschaft und Direktor von Colabora, Deutschland.
Teilnehmer:
Claudio Martini, Präsident der Region Toskana
Vandana Shiva, Aktivistin, Wissenschaftlerin, Vizepräsidentin von Slow Food und Vorsitzende der Internationalen Kommission zur Zukunft der Lebensmittel und Landwirtschaft
Carlo Petrini, Slow Food Präsident


Es geht auch ohne GVO
Wozu dienen genveränderte Organismen? Ihre Unterstützer (und Besitzer) sagen, dass sie viele Probleme der Bauern lösen können – indem sie ihnen helfen, den Einsatz von Pestiziden zu verringern und höhere Ernten zu erzielen – und der Erde insgesamt dienen würden, weil sie den Hunger in der Welt bekämpfen. Die Vertreter der nachhaltigen Landwirtschaft, Erzeuger und Forscher, erzählen dagegen, wie sie die Probleme bewältigt und gelöst haben, ohne auf GVO zurückzugreifen.
Unter Leitung der Coalizione Italia-Europa Liberi da ogm*.
15:00 – Sala Gialla
Moderation:
Roberto Burdese, Präsident von Slow Food Italia und Koordinator der Coalizione Italia-Europa Liberi da ogm (Bündnis für ein GVO-freies Europa)
Teilnehmer:
Marcello Buiatti, Dozent für Genetik an der Universität Florenz und Präsident der Stiftung Toscana Sostenibile
Raul Hernandez Garciadiego, Präsident der Organisationen Alternativas y procesos de partecipación social und Central de servicios para el desarrollo de Tehuacán, Mexiko
Manuela Giovannetti, Rektor der Landwirtschaftlichen Fakultät an der Universität Pisa
Claudia Sorlini, Rektor der Landwirtschaftlichen Fakultät an der Universität Mailand
Samuel Karanja Muhunyu, Agronom, Koordinator von Necofa (Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft in Afrika) und Slow Food Kenia
Joseph Stockinger, Vizepräsident des Netzwerks der gentechnikfreien Regionen und Landesrat für Landwirtschaft in der Region Oberösterreich, Österreich
Marie-Hélène Aubert, Abgeordnete im Europäischen Parlament
*Die Coalizione Italia-Europa Liberi da ogm (Bündnis für ein GVO-freies Europa) ist eine breite Gruppierung, der sich die größten Verbände aus Landwirtschaft, Handel, modernem Vertrieb, Handwerk, kleinen und mittleren Unternehmen, Verbraucherschutz, Umweltschutz, Wissenschaft, Kultur, internationaler Kooperation sowie unabhängige Lokalbehörden angeschlossen haben:
ACLI, ADICONSUM, ADOC, ADUSBEF, AGCI AGRITAL, AIAB, ALPA, ASSOCAP, AVIS, CIA, CIC, CROCEVIA, CITTÀ DEL VINO, CNA ALIMENTARE, CODACONS, COLDIRETTI, CONFARTIGIANATO ALIMENTAZIONE, CONSORZIO DEL PARMIGIANO REGGIANO, COOP, COPAGRI, FEDAGRI-CONFCOOPERATIVE, FEDERCONSUMATORI, FOCSIV, FONDAZIONE DIRITTI GENETICI, GREENPEACE, LEGACOOP AGROALIMENTARE, LEGAMBIENTE, LIBERA, RES TIPICA, SLOW FOOD, UNCI, VAS, WWF


Erfahrungen aus dem Netzwerk der Lebensmittelbündnisse und Förderkreise in Brasilien
Das Ministerium für Landwirtschaftsentwicklung in Brasilien, die Region Venetien, Slow Food und die Kooperative Sin Fronteras arbeiten seit mehreren Jahren zusammen, um die familiären Landwirtschaftsbetriebe zu unterstützen und die lokalen Produktionen in Brasilien aufzuwerten. Präsentation und Diskussion der verschiedenen Projekte.
15:00 - Sala Cittaslow
Moderation:
Piero Sardo, Präsident der Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt
Teilnehmer:
Humberto Oliveira, Sekretär für territoriale Entwicklung im Ministerium für Landwirtschaftsentwicklung, Brasilien
Marialuisa Coppola, Assessorin für Haushaltspolitik und internationale Zusammenarbeit, Region Venetien
Hugo Valdés, Koordinator der internationalen Kooperative Sin Fronteras (biologische nachhaltige, integrierte Landwirtschaft)
Lucio Cavazzoni, Präsident des Biounternehmens Alce Nero-Mielizia
Jussara Dantas, Leiterin des Slow Food Förderkreises Umbù, Brasilien
Adriano Martins da Silva, Koordinator des Terra Madre Lebensmittelbündnisses mit den Erzeugern von Mandarinensaft, Brasilien


Saatgut und Rechte
Wie verteidigt man das Wissen, ohne Barrieren zu errichten? Wie nutzt man Kenntnisse gemeinsam, ohne die Biopiraterie zu begünstigen? Die Debatte über das Saatgut, das wahre Fundament aller Landwirtschaft, muss sich endlich öffnen und alle einbeziehen, auch die Bauern und Verbraucher.
18:00 – Sala Gialla
Moderation:
Cinzia Scaffidi, Direktorin des Slow Food Studienzentrums
Teilnehmer:
José Esquinas, Dozent für Pflanzenbiologie, Polytechnische Universität Madrid; Vertreter des Nationalen Instituts für Agrarforschung, Inhaber des Lehrstuhls über Hunger und Armut an der Universität Cordoba; früher Sekretär der Regierungsübergreifenden Forschungskommission für pflanzengenetische Ressourcen für die Landwirtschaft und Ernährung bei der FAO, Spanien
Stefano Masini, Dozent für Agrar- und Lebensmittelrecht an der Universität Rom Tor Vergata und Leiter der Abteilung Umwelt und Territorium beim ital. Bauernverband Coldiretti
Marcello Buiatti, Dozent für Genetik an der Universität Florenz und Präsident der Stiftung Toscana Sostenibile
Carlo Petrini, Slow Food Präsident
Vandana Shiva, Aktivistin, Wissenschaftlerin, Vizepräsidentin von Slow Food


Samstag, 25. Oktober 2008


Märkte der Erde: von der Toskana bis in den Libanon, der Vorschlag von Slow Food für eine kurze Lebensmittelkette
Das Projekt der Märkte der Erde – Mercati della TerraÒ –, das in Montevarchi (Toskana) seinen Ausgang nahm, verbreitet sich in ganz Italien, in Afrika und dem Mittleren Osten. Das Netzwerk der Märkte vereint Produzenten und Verbraucher (die hier mehr als anderswo zu Ko-Produzenten werden) und die Länder und beweist, dass der Bedarf und die Strategien der Lebensmittelbündnisse keine Grenzen kennen.
Das Projekt der Mercati della TerraÒ wird von der Region Toskana unterstützt.
12:00 - Sala Cittaslow
Moderatoren:
Piero Sardo, Präsident der Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt
Luca Fabbri, Förderer Mercatale di Montevarchi und Vertreter des Sekretariats von Slow Food Italia
Teilnehmer:
Giulio Colomba, Projektleiter Mercati della TerraÒ bei Slow Food Friaul-Julisch Venetien
Ramy Zurayk, Dozent für Agrar- und Lebensmittelressourcen an der Amerikanischen Universität Beirut und Referent für das Projekt der Märkte der Erde im Libanon
Mariagrazia Mammuccini, Geschäftsführerin von ARSIA, Amt für Förderung und Innovation in Forst- und Landwirtschaft der Region Toskana
Mino Taricco, Landwirtschaftsreferent der Region Piemont
Valentino Valentini, Präsident ANCI – Nationalverband der italienischen Kommunen/Res Tipica
Richard Mc Carthy, Executive Director Market Umbrella, USA
Jim Turnbull, Mitgründer der Stiftung Adept und Mitgründer des ersten Farmers’ Market in Rumänien


Wenn Nahrung krank wird
Ärzte und Ernährungswissenschaftler aus der gesamten “reichen” Welt schlagen immer häufiger Alarm wegen der verheerenden Folgen, die der Überschuss an tierischem Eiweiß in unserer Nahrung hat. Während Störungen durch das Essen epidemische Ausmaße annehmen, verbünden sich Ernährungsforscher und Diabetologen mit Slow Food, damit Genuss auch weiterhin mit Wohlbefinden einhergeht.
15:00 - Sala Gialla
Moderation:
Andrea Pezzana, Leiter der Abteilung Diätetik und klinische Ernährung im Krankenhaus San Giovanni Antica Sede, Turin
Teilnehmer:
Adolfo Arcangeli, Präsident des AMD – Verband der Diabetologen
Silvio Barbero, Sekretär von Slow Food Italia
Giuseppe Fatati, Präsident des ADI – Italienischer Verband für Diätetik und Klinikernährung
Ignazio Marino, Chirurg, Senator der Republik Italien und Fraktionsführer der demokratischen Partei PD in der Kommission für Hygiene und Gesundheit des Italienischen Parlaments
Juan A. Rivera Dommarco, Leiter des Forschungszentrums für Ernährung und Gesundheit, Cuernavaca, Mexiko
Giuseppe Rotilio, Rektor des Studiengangs für Ernährungswissenschaften an der Universität Rom Tor Vergata
Claudio Maffeis, Dozent für Pädiatrie an der Kinderklinik der Universität Verona


Slow Food und Piemont für Afrika: biologische Vielfalt als Entwicklungsmotor
Argan-Öl in Marokko, die Fischergemeinschaften im Senegal, das Netzwerk des Qualitätshonigs in Äthiopien, die Dogon-Produkte in Mali, Geschmackserziehung an den Schulen in Elfenbeinküste: Das sind nur einige Beispiele für die Initiativen von Slow Food und der Region Piemont in Afrika, die ein Modell für die lokale nachhaltige Entwicklung vermitteln und der Bevölkerung Ernährungssouveränität und das Recht auf gute, gesunde Lebensmittel garantieren. In der Konferenz werden diese und viele andere Projekte vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit der Italienischen Entwicklungshilfe entstehen.
Die Konferenz ist außerdem der Anlass, um das Vereinbarungsprotokoll zwischen der Region Piemont und der Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt zu unterzeichnen.
15:00 - Sala Cittaslow
Moderation:
Piero Sardo, Präsident der Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt
Teilnehmer:
Carlo Petrini, Slow Food Präsident
Mercedes Bresso, Präsidentin der Region Piemont
Giuseppe Morabito, Generaldirektor DAGS, Referat für die Länder im subsaharischen Afrika, Italienisches Außenhandelsministerium (MAE)
Marième Mint Dahoud, Leiterin des Slow Food Förderkreises für den Meeräschenrogen der Imraguen-Frauen, Mauretanien
Guindo Mamadou, Leiter des Slow Food Förderkreises Somè Dogon, Mali
Orlando Freitas, Leiter des Slow Food Förderkreises für den reifen Ziegenkäse vom Planalto di Bolona, Kapverden
Haleka Alem Abreha, Leiter des Slow Food Förderkreises Weißer Honig aus Wukro, Äthiopien
Seck Madieng, Journalist und Leiter des Slow Food Conviviums Lek Mégnef, Sénégal


Wachsen oder verbessern?
Was ist mit “lokaler Wirtschaft” gemeint und was sind die politischen und philosophischen Grundlagen dieses Systems, das die Bündnisse als Organismen sieht, die ihre Identität bewahren und neue Entwicklungsmodelle erarbeiten können? Wenn man darauf verzichtet, das BIP als einzigen Bezugsparameter zu betrachten, entdeckt man, dass Wachstum mehr und besser ist.
18:00 – Sala Gialla
Moderation:
Gianluca Brunori, Dozent für Wirtschaft an der Agrarfakultät der Universität Pisa
Teilnehmer:
Carlo Petrini, Slow Food Präsident
Stefano Zamagni, Dozent für Wirtschaft an der Universität Bologna
Mauro Bonaiuti, Dozent für Wirtschaft an der Universität Modena und Reggio Emilia
Loretta Napoleoni, Wirtschaftlerin und Essayistin, Autorin des Bestsellers Economia Canaglia
Serge Latouche, Professor emeritus für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paris XI Jean Monnet, einer der Gründer von Mauss – Anti-utilitaristische Bewegung in den Sozialwissenschaften


Sonntag, 26. Oktober 2008


Alternativer Weinbau ist möglich
Eins der wichtigsten Elemente der europäischen Identität kann leicht auch zum auffälligen Widerspruch werden, wenn man sich “gut, sauber und fair” ernähren will. Aber die Dinge ändern sich, und die Vignerons beweisen, dass es auch andere Wege gibt, die dem Gaumen, der Wirtschaft und der Umwelt Befriedigung verschaffen.
Anlässlich der Konferenz werden zum ersten Mal die Steine der \"Weingötter\" aus- und vorgestellt: antike anthropomorphe Rebpfähle, die in einem Weinberg in den Langhe aufgefunden wurden.
12:00 - Sala Cittaslow
Moderatoren:
Giancarlo Gariglio, Redakteur des Verlags Slow Food Editore
Manuel Di Vecchi Staraz, Weinbauforscher an der Universität Verona
Teilnehmer:
Claude Bourguignon, Direktor und Gründer von LAMS – Labor für die mikrobiologische Bodenanalyse, Frankreich
Piercarlo Grimaldi, Dozent für Anthropologie an der Universität für gastronomische Wissenschaften in Pollenzo und Colorno
Sergio Abram, Naturforscher und Schriftsteller
Saverio Petrilli, Önologie und Fachmann für Biodynamik
Marco Simonit, Agronom und Experte für biodynamische Weine


Lebensmittelsicherheit, Klimawandel und Bioenergie
Viele Elemente sind im Kampf gegen Hunger und Armut verknüpft und ziehen immer mehr die Aufmerksamkeit des ganzen Planeten auf sich, ebenso wie die Probleme und Gefahren wie der Landentzug der Bauern und die Lebensmittelknappheit. Welche Lösungen sind in einem immer komplexeren Szenarium möglich? Region Piemont, Stadt Turin und Slow Food begehen den Welternährungstag, der jedes Jahr von der FAO ausgerufen wird.
12:00 – Sala Gialla
Moderation:
Roberto Burdese, Präsident von Slow Food Italia und Koordinator der Coalizione Italia-Europa Liberi da ogm (Bündnis für ein GVO-freies Europa)
Teilnehmer:
Luca Mercalli, Klimatologe und Präsident von Nimbus
Vandana Shiva, Aktivistin, Wissenschaftlerin, Vizepräsidentin von Slow Food
Mino Taricco, Landwirtschaftsreferent der Region Piemont
Alessandro Altamura, Referent für Handel, Tourismus und Produktionsbetriebe der Stadt Turin
Osvaldo Martínez, Präsident der Wirtschaftskommission der kubanischen Regierung


Lebensmittelkrise und globale Herausforderungen
Finanzialisierung der Lebensmittel, Steigerung des Erdölpreises, Produktion von Biokraftstoffen, Ungerechtigkeit im internationalen Austausch, reiche Landwirtschaft mit Subventionen zum Schaden der Schwächeren... Das sind nur einige der Mitgründe der derzeitigen Lebensmittelkrise, die auch Gebiete der Welt betrifft, die bisher als “sicher” galten. Was können wir aus dieser Krise lernen und welches sind die möglichen positiven Wege, die Bürger und Regierungen einschlagen müssen?
15:00 – Sala Gialla
Moderation:
Cinzia Scaffidi, Direktorin des Slow Food Studienzentrums
Teilnehmer:
Osvaldo Martínez, Präsident der Wirtschaftskommission der kubanischen Regierung
Sergio Marini, Präsident Coldiretti
Colin Tudge, Biologe und Wissenschaftsautor, u.a. des Buches Feeding people is easy
Tewolde Berhan Gebre-Egziabher, Leiter der Umweltschutzbehörde in Äthiopien


Das Schulgarten-Netzwerk
Zur Schule geht man auch, um die Pflege, die Erwartung, die Natur, den Genuss angebauter Lebensmittel zu erlernen. Schule, Familien und Zivilgesellschaft werden in die Entwicklung von Bildungsangeboten zum Thema der gesunden, guten Ernährung einbezogen. Erfahrungen mit der Ernährungs- und Sinneserziehung und mit den Schulgärten aus Italien und der ganzen Welt.
15:00 - Sala Cittaslow
Moderation:
Valeria Cometti, Projektleiterin Erziehung bei Slow Food
Teilnehmer:
Joshua Viertel, Präsident von Slow Food USA
Paul Finklestein, Lehrer für kulinarische Kunst, Ontario, Kanada
Luisa Fazzini, Lehrerin an der Schule Gabriella Murari in Valeggio sul Mincio
Manfred Flieser, Journalist und Internationaler Slow Food-Beirat, Österreich


Montag, 27. Oktober 2008


Essen ist heilig
Zum Abschluss von Salone del Gusto und Terra Madre 2008 bieten wir ein Gespräch über Lebensmittel, Religion und Kosmogenie auf der Suche nach einer Sakralität des Essens, die verloren zu sein scheint: ein überraschend aktuelles Thema.
12:00 – Sala Gialla
Moderator:
Carlo Petrini, Slow Food Präsident
Teilnehmer:
Enzo Bianchi, Prior des Klosters Bose, Italien
Satish Kumar, Didaktischer Leiter am Schumacher College in Dartington, Gründer und Leiter der Zeitschrift Resurgence, Großbritannien



 
 

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