Slow Food
   

Die Cheese bildet


Italy - 24 Jul 09

Auch in diesem Jahr wird die Cheese den pädagogischen Aspekt nicht vernachlässigen. Dank der direkten Herangehensweise an das Produkt hat man die Chance, Käse kennen zu lernen, die Qualität zu beurteilen, etwas über die Herstellungstechniken zu erfahren, sich die Eigenschaften einzuprägen und schließlich natürlich den vorzüglichen Geschmack zu schätzen. Master of Food Dieses Jahr beschäftigen sich die 5-stündigen Kurse in jeweils zwei Unterrichtseinheiten mit dem Käse für jeden Tag. Einige Sorten, die zu den beliebtesten, am meisten imitierten in der Welt gehören, werden in einem Vergleich von industrieller und handwerklicher Herstellung vorgestellt. Beim Master of Food lernt man das Etikett zu lesen, lernt die Traditionen der verschiedenen Gebiete kennen und erfährt, dass auch die Produkte im Supermarkt nicht alle gleich sind. In der Beschäftigung mit Grana, Ziegenkäse von der Loire, Fontina, Emmentaler, Provolone und Feta, die sechs verschiedene Terroirs vertreten (die Flüsse Po und Loire, die Schweizer und italienischen Alpen, Kreta und Sizilien) wird versucht, Entscheidungskriterien beim Einkauf zu erarbeiten, die Umwelt, Gaumen und Geldbeutel befriedigen. Das Programm finden Sie auf der Webseite cheese.slowfood.it (Anmeldung erforderlich). Zum Projekt Master of Food tragen Grana Padano und das Consorzio Asti DOCG bei. Pädagogische Angebote für Schulklassen Bei den Workshops für Schulen steht die Lebensmittel- und Geschmackerziehung im Mittelpunkt: Die Kinder lernen Produktionsbetriebe, ihre Traditionen und ihre Arbeit sowie natürlich ihre Produkte kennen und ihre geschmacklichen Besonderheiten schätzen und verstehen so genauer, was mit guten, sauberen und fairen Lebensmitteln gemeint ist. Die Schulklassen, die an der Cheese teilnehmen, unternehmen eine imaginäre Reise durch das Käse-Land von den Langhe bis zu den Madonien, von der Murgia bis nach Carnia. Unter Anleitung lernen die Kinder und Jugendlichen erst die lokaltypischen Milchviehrassen kennen, dann die Erzeuger und die Käsereimethoden, und schließlich probieren sie dann die Produkte aus dem jeweiligen behandelten Gebiet. Für die Mittelstufe wird eine interessante Erfahrung im Museo Craveri angeboten: Mit dem Mikroskop untersuchen sie hier das wenig bekannte Thema der Enzyme, der Starterkulturen für die Käsebereitung. Voranmeldung obligatorisch auf: prenotazioni.educazione@slowfood.it oder auf der Webseite cheese.slowfood.it. Der Schulgartenbereich Die Schulgärten, in Italien „Orto in Condotta” genannt, sind richtige Gemüsegärten in Schulnähe, wo die Kinder die Chance erhalten, ihre eigenen Produkte anzubauen, handwerkliche Fähigkeiten zu entwickeln und die Sinne anzuregen. Die Schulgärten nehmen heute in aller Welt schnell zu: In Italien gibt es schon fast 200, in den übrigen Ländern 100. In diesem Bereich der Cheese wird das wichtigste Bildungsprojekt von Slow Food für die Schulen mit seinen Aspekten dargestellt. Die Schulgärten werden realisiert mit Unterstützung von: Stiftung L. Bonduelle, Unipol, Ricola, Garofalo. Gusto o sbagliato? Für die Jüngsten gibt es wieder den Test der fünf Sinne, in dem Sehen, Schmecken, Tasten, Riechen und Hören auf die Probe gestellt werden: Es geht um Lebensmittel, die wir jeden Tag in der Küche finden. Für die Erwachsenen dagegen werden Verkostungen mit bekannten oder ungewöhnlichen Kombinationen angeboten, um sich den Formen der Milch anzunähern. Workshops der Milch Eine Reihe von jeweils rund zweistündigen Veranstaltungen bietet an jedem Tag die Chance, sich mit der aktuellen Situation und den Zukunftsperspektiven der Milch und Milchprodukte sowie mit ihrem Verzehr zu Hause und außer Haus auseinanderzusetzen. Dabei werden u.a. folgende Themen behandelt: die heutige Agrarpolitik, Lebensmittelhygiene und -sicherheit, Produktionstechniken und Schutz der Käsereiprodukte, der Einkauf in Kantinen und die Aufnahme der Produkte in die Speisekarten der Gemeinschaftsgastronomie. Im Rahmen der Workshops der Milch beschäftigen sich zwei Veranstaltungen von Die Kantine im Kopf! mit dem Thema der Gemeinschaftsgastronomie. Der erste Termin illustriert Beispiele für kantinengeeignete Lösungen zwischen dem anonymen Industriekäse und der erlesenen Verkostung exklusiver Produkte. Im zweiten wird das Slow Food-Handbuch für die Gemeinschaftsgastronomie vorgestellt, das aus einer Umfrage in Schulen hervorgegangen ist.